„Jede Frau – unabhängig von Alter, Hintergrund oder Geschlechtsreife – ist traumatisiert, wenn sie eine Schwangerschaft zerstört. …. Wenn sie eine Schwangerschaft zerstört, dann zerstört sie sich selbst. Es gibt diesbezüglich keinen harmlosen Weg. Als Psychiater weiß ich das.

Dr. Julius Fogel, Psychiater und Gynäkologe, nach eigenen Angaben für mehr als 20.000 vorgeburtliche Kindstötungen verantwortlich


Nicht nur betroffene Frauen, sondern auch Geschwisterkinder, Großeltern oder enge Freunde, können PAS-Symptome aufweisen, wenn sie sich für den Tod des ungeborenen Babys verantwortlich fühlen und schreckliche Schuldgefühle entwickeln („Ich hätte es verhindern können.“). Hierbei spielt es keine Rolle, ob das Ungeborene durch eine Abtreibung, eine Fehlgeburt oder eine andere Außeneinwirkung gestorben ist. Diese Menschen benötigen dieselbe Heilung wie die unmittelbar Beteiligten. Informationen zu den Symptomen des Post-Abortion-Syndroms befinden sich unter dem folgenden Heilungsgebet.

 

Gebet zur Heilung nach einer Abtreibung (Post-Abortion-Syndrom – PAS)

Vater, im Namen Jesus komme ich vor deinen Gnadenthron. Ich lege heute alle Schuld vor dich hin, die ich auf mich gezogen habe, als ich mein ungeborenes Kind dem Tod hingegeben habe. Dies beinhaltet auch jede Schuld von Abtreibungen, die durch meine Vorfahren durchgeführt wurden und meine Blutlinie betreffen. Ich gestehe, dass ich mein ungeborenes Kind getötet habe oder dazu beigetragen habe, dass es getötet wurde. Ich bekenne, dass ich kein Recht hatte, über Leben und Tod zu entscheiden. Mein innerer Schmerz und die Schuld sind so groß, dass ich die Folgen an meiner Seele und an meinem Körper spüren kann. Ich bitte dich um Vergebung für die Sünde des Mordes. Jesus, bitte reinige mich durch dein Blut von jeder Schuld diesbezüglich und bringe damit jede Anklage des Feindes sowie des unschuldig vergossenen Blutes gegen mich zum Schweigen.

Außerdem bringe ich jede Form von Verhütung vor dich, die spontane Abtreibungen auslöst, wie „Die Pille danach“, die Spirale und andere Formen, die verhindern, dass sich der empfangene Embryo einnisten kann. Vergib mir Vater, auch wenn es nur in Unwissenheit geschah.

Herr, ich bitte dich, dass du mir jetzt zeigst, welches Geschlecht mein Kind hat, damit ich ihm einen Namen geben kann. Jesus, ich bitte dich, dass du zu meinem Kind gehst (nenne, wenn möglich, seinen Namen) und es in meinem Namen um Vergebung bittest. Ich möchte ihm sagen, dass es mir leid tut, dass ich ihm nicht erlaubt habe zu leben. Ich möchte ihm sagen, dass ich es liebe und mich auf ein Wiedersehen mit ihm freue. Ich bitte mein Kind von ganzem Herzen um Vergebung.

Ich spreche Vergebung aus gegen jeden Menschen, der an der Abtreibung meines Kindes beteiligt war. Ich vergebe meinem Partner, dem anderen Elternteil des Kindes, meinen Freunden und Familienmitgliedern und allen Menschen, die mich zu einer Abtreibung ermutigt haben sowie dem durchführenden Arzt und den beteiligten Krankenschwestern.

Ich erkenne, dass ich mir selbst vergeben muss, damit die Kraft der Vergebung vollkommen wirksam wird. Aus diesem Grund spreche ich aus, dass ich mir jetzt selbst vergebe und mich von aller Schuld bezüglich der Abtreibung freispreche – ungeachtet der Schwere der Schuld; Jesus hat diese Schuld am Kreuz bezahlt und mich durch sein Blut freigekauft. Meine Hände, mein Mund und mein Herz sind nun reingewaschen und unschuldig.

Ich bitte dich, Vater, jeden Todesfluch, der über meinen Mutterleib gekommen ist zu brechen. Ich binde jeden Geist des Todes, des Mordes und des Opfers, der in meinen Mutterleib kommen konnte im Namen Jesus. Ich entlasse jeden Torhüter des Todes über meinem Mutterleib und erkläre, dass er zum Fußschemel Jesu werden muss.

Im Namen Jesus breche ich den Fluch über meinem Mutterleib, der ihn zu einem Grab erklärt. Herr, ich bitte Dich, meinen Mutterleib mit dem Wasser deines Wortes zu waschen und ihn von aller Verschmutzung des Todes, der Hölle und des Grabes zu reinigen. Bitte verwandle du jetzt jeden Fluch in Segen. Bitte heile mein Herz von jedem Schmerz und Kummer, von dem Verlust und von aller Trauer – heile auch genauso die Herzen der Menschen, die mit mir trauern.

Ich weihe jetzt meinen Mutterleib dem einzig wahren und allmächtigen Gott und Schöpfer allen Lebens. Herr ich bitte dich, deine Engel an den Eingang meines Mutterleibes zu stellen, die ihn bewachen und nur deinem göttlichen Willen erlauben, dort zu geschehen. Ich erkläre nun, dass mein Körper im Namen Jesus gereinigt, gesegnet und ein Ort des Lebens ist. Bitte heile mich von allen seelischen, psychosomatischen und körperlichen Beschwerden, die aufgrund einer Abtreibung über mich gekommen sind.

Ich weihe dir jetzt auch mein Baby (sowie die Babys meiner Blutlinie), die vorgeburtlich starben. Herr, setze sie frei, schließe sie in deine liebenden Arme und heile sie von den Wunden der Ablehnung. Ich lasse mein Baby nun los in deine Hände und vertraue darauf, dass du dich im Himmel um es kümmerst, wie nur du es kannst.

Amen. Amen Amen

 

Informationen zum Post-Abortion-Syndrom

Den meisten Menschen ist nicht klar, welche seelischen und körperlichen Folgen eine Abtreibung für alle Beteiligten mit sich zieht. Die weitverbreitete Meinung, das Ungeborene wäre kein Kind, sorgt dafür, dass die nach einer Abtreibung entstehende Krankheitssymptome selten mit der Abtreibung in Verbindung gebracht werden.

Unter dem sogenannten Post-Abortion-Syndrom (PAS) leiden am häufigsten Frauen, die eine Abtreibung haben durchführen lassen, aber auch andere Beteiligte, wie der Kindesvater, durchführende Ärzte und Krankenschwestern. PAS beinhaltet folgende Symptome:

Seelische Symptome PAS:

Emotionales Absterben, Gefühlskälte, erhöhte Gefühle von Einsamkeit, Isolation und Ausgrenzung, Entfremdung von Freunden und Familie, Angstzustände, Panikattacken, Verlust des Selbstwertgefühls und Selbstvertrauens, Alpträume, Schlaflosigkeit, Flashbacks, Jahrestag-Reaktionen, Konzentrationsschwäche, Kommunikations- und Beziehungsstörungen, Probleme mit dem Partner und den Kindern, Autoaggression, Essstörungen, Medikamenten-, Alkohol-, und Drogenmissbrauch sowie -abhängigkeit, extreme Gefühlsschwankungen, Depressionen, hysterische Weinkrämpfe, Reizbarkeit, Überaktivität, Selbstmordgedanken, Suizidversuche.

Psychosomatische Symptome PAS:

Funktionelle Störungen im Genitalbereich, Unterleibskrämpfe, Libidoverlust, Frigidität, Herzrhythmusstörungen, chronische Magen-Darm-Probleme, häufige Migräneanfälle, Bluthochdruck, Rückenschmerzen, Verdauungsbeschwerden.

Körperliche Symptome PAS:

Verletzungen der Gebärmutter, Blutungen, Beckenentzündungen, Infektionen, Risse im Gebärmutterhals, Verwachsungen im Unterleib, Regelstörungen, Unfruchtbarkeit, Probleme bei späteren Schwangerschaften, Brustkrebs.


Ein Brief vom Himmel

Liebe Mami,

jetzt bin ich im Himmel und sitze auf Jesu´s Schoß. Er liebt mich und ist mir ganz nah. Ich wäre so gerne Dein kleines Mädchen gewesen und verstehe eigentlich nicht so richtig, was passiert ist.

Ich war so aufgeregt, als ich feststellte, dass ich zu existieren begann. Ich befand mich in einem dunkeln, aber wohligen Raum. Ich merkte, dass ich Finger und Zehen hatte. Ich war schon ziemlich weit entwickelt, wenn auch noch nicht bereit, meine Umgebung zu verlassen. Die meiste Zeit verbrachte ich damit, nachzudenken und zu schlafen. Schon zu Anfang an fühlte ich mich ganz tief mit Dir verbunden.

Manchmal hörte ich Dich weinen und habe mit Dir geweint. Manchmal hast Du geschrien, oder sehr laut gesprochen und dann geweint. Und ich hörte, wie Papa zurück schrie. Ich war traurig und hoffte, es würde Dir bald besser gehen. Ich habe mich gefragt, warum Du wohl soviel weinen musstest. Einmal hast du den ganzen Tag geweint. Es tat mir in der Seele weh. Ich konnte mir nicht vorstellen, was Dich so unglücklich machte.

An genau diesem Tag passierte etwas ganz schreckliches. Ein gemeines Monster kam in diesen warmen, bequemen Ort, an dem ich mich befand. Ich hatte schreckliche Angst und begann zu schreien, aber es kam kein Laut über meine Lippen. Das Monster kam immer näher und näher und ich schrie immer wieder: "Mami, Mami, hilf mir bitte, hilf mir!"

Entsetzliche Angst war alles, was ich fühlte. Ich schrie und schrie bis ich nicht mehr konnte. Dann riß das Monster mir den Arm aus. Es tat so weh, ein unbeschreiblicher Schmerz. Und es hörte gar nicht auf. Oh wie ich bettelte, es möge aufhören! Voller Entsetzen schrie ich, als das unerbittliche Monster mir ein Bein ausriss. Trotz unsäglicher Schmerzen wußte ich, dass ich im Sterben lag. Ich wußte, dass ich nie Dein Gesicht sehen oder von Dir hören würde, wie sehr Du mich liebst. Ich wollte alle Deine Tränen versiegen lassen und hatte so viele Pläne, Dich glücklich zu machen,- nun konnte ich das nicht mehr, meine Träume wurden zerschlagen.

Obwohl ich schreckliche Schmerzen und Angst hatte, spürte ich vor allem mein Herz brechen. Mehr als alles andere wollte ich Deine Tochter sein. Doch nun war es vergebens, denn ich starb einen qualvollen Tod. Ich konnte nur ahnen, was für schlimme Dinge sie Dir angetan hatten. Bevor ich ging, wollte ich Dir sagen, dass ich Dich liebe, aber ich kannte die Worte nicht, die Du verstehen konntest. Und bald darauf hatte ich auch nicht mehr den Atem , um sie auszusprechen.
Ich war tot.
Ich fühlte, wie ich in die Höhe stieg. Ich wurde von einem riesigen Engel zu einem großen, wunderschönen Ort hinaufgetragen. Ich weinte noch immer, aber der körperliche Schmerz war verschwunden. Der Engel brachte mich zu JESUS und setzte mich auf seinen Schoß. JESUS sagte mir, dass er mich liebt und dass GOTT mein Vater ist.

Da war ich glücklich. Ich frage ihn, was denn dieses Ding war, das mich getötet hatte. Er antwortete:
" ABTREIBUNG"
"Es tut mir so leid, mein Kind, denn ich weiß, wie sich das anfühlt."
Ich weiß nicht was Abtreibung ist; vermutlich ist das der Name des Monsters.

Ich schreibe, um Dir zu sagen, dass ich Dich liebe und wie gerne ich Dein kleines Mädchen gewesen wäre. Ich habe mit aller Kraft versucht, zu leben. Ich wollte leben. Den Willen hatte ich, aber ich konnte nicht, das Monster war zu stark. Es war unmöglich zu leben. Ich wollte nur, dass Du weißt, dass ich es versucht habe, bei Dir zu bleiben. Ich wollte nicht sterben.
Also, Mami, bitte hüte Dich vor diesem Monster "Abtreibung".
Mami, ich liebe Dich und will auf keinen Fall, dass Du dieselben Schmerzen durchmachen musst, wie ich.

Bitte pass auf Dich auf !
In Liebe <3

Dein Baby


Der Teufel ist ein Maßschneider

Von Regina Einig

Regina Einig. Foto: DT

Der Geruch der Schafe steigt den Hirten nicht immer angenehm in die Nase. Die große Mehrheit der deutschen Bischöfe hat darauf verzichtet, die europaweite Petition „Vater, Mutter, Kind“ zu unterstützen, nur fünf wollten ihren Namen unter den Unterstützern sehen. Zweifellos gibt es viele Wege, um in der kirchlichen Verkündigung die Stimme zu erheben für den Schutz der traditionellen Ehe als Verbindung von Mann und Frau und des klassischen Familienbildes als Gemeinschaft von Vater, Mutter und Kindern. Dennoch fehlt es in katholischen Kreisen mitunter an dem Bewusstsein, selbst mitverantwortlich zu sein für die öffentliche Wahrnehmung von Ehe und Familie. Die Sorge, anzuecken und die Furcht vor dem Scheitern untergräbt die Eigeninitiative. Der Rest ist Politikmüdigkeit.

Nicht wenigen engagierten Christen steckt noch die demoralisierende Erfahrung mit der Europäischen Bürgerinitiative „Einer von uns“ gegen die Verwendung von EU-Geldern für Embryonenversuche und Klonen aus dem Jahr 2013 schmerzhaft in den Knochen. Obwohl die EU-weit erforderliche Stimmenzahl weit übertroffen wurde, wies die Europäische Kommission das Anliegen der Antragsteller zurück. Gerade der von schier endlosen Rückschlägen gekennzeichnete politische Kampf um den Lebensschutz hat viele gläubige Christen zermürbt. Diese Erfahrungen lähmen einen entschiedenen Einsatz für die traditionelle Ehe und Familie. Und da der Teufel ein Maßschneider ist, arbeiten auch innerkirchliche Kräfte einer Schweigespirale zu, die im Namen einer falsch verstandenen Toleranz das klare Bekenntnis zur traditionellen Ehe und Familie verübelt.

Doch taugen Christen, die sich selbst zur Harmlosigkeit verdammen, noch als Salz der Erde? Gerade in den Wochen vor Weihnachten fällt auf, wie weit Quantität und Qualität kirchlich geförderter Initiativen oft auseinanderdriften. Es ist ein Unterschied, ob Gläubige das Friedenslicht von Bethlehem weiterreichen oder den verdunkelten Gewissen das Licht des Evangeliums aufstecken.


Kurzfilme zeigen das Post-Abortion-Syndrom – Der Schmerz, die Einsamkeit, die Angst, die nach der Abtreibung kommen

http://www.katholisches.info/2016/11/03/kurzfilme-zeigen-das-post-abortion-syndrom-der-schmerz-die-einsamkeit-die-angst-die-nach-der-abtreibung-kommen/




Das Leben vor der Geburt

Wann beginnt das menschliche Leben? Und wie entwickelt sich das ungeborene Kind?

Etwa einmal im Monat kommt es in einem Eierstock der Frau zum Eibläschensprung, bei dem eine Eizelle freigegeben und vom Eileiter aufgefangen wird. Diese etwa stecknadelkopfgroße Eizelle hat eine begrenzte Überlebensfähigkeit von 12-24 Stunden. Findet kurz vor dem Eibläschensprung Geschlechtsverkehr statt, bei dem Spermien des Mannes in den den Eileiter aufsteigen können, steigt die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines neuen Menschen:

Angelockt von einem maiglöckchenähnlichen Duft machen sich bis zu 400 Millionen männliche Samenzellen auf den Weg zum Eileiter. Nur sehr wenige dieser Samenzellen werden es bis zur Eizelle im Eileiter schaffen, und nur einer einzigen Samenzelle wird es gelingen, die äußere Schicht der Eizelle zu durchdringen und mit der Eizelle zu verschmelzen.

Befruchtung

 

Die Abbildung zeigt eine männliche Samenzelle, die gerade dabei ist, in die weibliche Eizelle (gelb) einzudringen

 

In dem Moment, in dem Eizelle- und Samenzelle miteinander verschmelzen, verbindet sich auch das Erbgut von Frau und Mann und es entsteht ein einzigartiger, neuer Mensch. Geschlecht, Aussehen und andere genetisch bedingte Eigenschaften sind in diesem Moment grundgelegt und es beginnt nun eine rasante, kontinuierliche Entwicklung, die bis zum Tod dieses Menschen andauern wird.

Eine spannende 3D-Animation (in englisch) zur Befruchtung gibt es hier;
eine Argumentation, warum einzig und allein die Befruchtung als Beginn des Menschseins in Frage kommt, findest du hier.

 

Mehr Infos unter:  http://jugendfuerdasleben.at/

 

Siehe auch unter: www.hli.at


 


«Ich vergebe Ihnen!»

Eine Frau schreibt dem Arzt, der sie abtreiben wollte

Claire Culwell überlebte ihre Abtreibung. Ihr Zwillingsbruder nicht. Kürzlich fand sie heraus, wer ihr Abtreibungsarzt war. Sie schrieb ihm einen Brief. Mit vergebenden Worten. Und dass sie für einen Wandel in seinem Leben betet. Hier ein Auszug aus ihrem Brief.

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Claire Culwell mit ihrer Tochter

«Ich schreibe mit schwerem Herzen. Meine damals 13-jährige Mutter kam 1988 zu Ihnen, um in der 20. Woche abzutreiben. Ihr wurde versichert, dass ihr Problem danach gelöst sei. Als sie dann zu Ihnen kam, hiess es, die Abtreibung sei erfolgreich gewesen. Teilweise. Dass sie jedoch immer noch schwanger sei, weil sie mit Zwillingen schwanger gewesen war und man sie falsch informiert hätte. Bei der Abtreibung wurde die Fruchtblase zerrissen. Das brachte meiner Mutter viele Komplikationen. Ich kam 2,5 Monate zu früh zur Welt, mit lebenslangen Komplikationen.

 

Folgen der Fehlabtreibung

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Claire mit ihrer Adoptivmutter

Meine medizinische Geschichte gleicht derjenigen vieler früherer Patienten. Meine Mutter war mit 13 jung und naiv. Es war leicht, sie zu manipulieren und zu beeinflussen. Durch die Abtreibung leidet sie nun seit 26 Jahren Herzschmerz und Trauer.

 

Sie war nicht die einzige, die an einer Fehlabtreibung leidet. Mein Leben, das meiner Familie und meiner Kinder sind ebenfalls betroffen, wegen einer 'misslungenen' Abtreibung. Noch heute habe ich Probleme mit der Hüfte und den Füssen. Und leider bin ich nicht alleine, Hunderten von Überlebenden geht es gleich.

«Ich will Vergebung aussprechen»

21 Jahre lang fühlte ich, dass ich ein Geschwister vermisse. Ich spürte es im Herzen. Meine Mutter hat das bestätigt. Zu realisieren, das Leben ohne den Zwillingsbruder gelebt zu haben, ist eine üble Realität. Sie haben meinem Vater seinen einzigen Sohn genommen. Unsere Familie ist unkomplett. Ich klage an wegen den Erlebnissen, die mein Vater mit meinem Bruder nicht machen konnte.

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Claire Culwell mit ihrer Familie

Im Februar 2013 geschah ein Wunder. Meine Tochter wurde geboren. Sie wäre nie zur Welt gekommen, wenn ich abgetrieben worden wäre. Ich frage mich, wie viele Kinder heute nicht da sind, weil ihre Mütter falsch informiert wurden, indem ihnen Abtreibung als beste Lösung dargestellt wurde.

 

Ich will aber auch Vergebung aussprechen. Ich habe 26 Jahre voller Liebe erfahren. Ich wurde in eine wunderbare Familie adoptiert. Ich erlebte mehr Gnade und Vergebung, als ich mir je hätte wünschen können. Gott hat mir für so vieles vergeben, in diesem Sinne entscheide ich, Ihnen zu vergeben. Ich vergebe Ihnen für die Abtreibung im Jahr 1988 und für die grossen Folgen davon im Leben meiner Mutter und mir.

Und ich bete auch für Sie: Dass Sie am Geld und ihrer Lebensweise vorbeisehen können. Und dass Sie sich an mein Bild erinnern und das meiner Tochter, die nicht hier wäre, wenn die Abtreibung erfolgreich gewesen wäre. Auch bete ich, dass Sie innerlich bewegt werden und aufhören Abtreibungen durchzuführen und ihre Talente ausserhalb dieser Branche einsetzen. Viele von uns, auch ich, sind bereit, Ihnen dabei zu helfen. Mit offenen Armen würde ich Sie willkommen heissen, denn ich glaube, dass Ihr Leben und was Sie damit tun, genau so kostbar ist, wie jedes ungeborene Kind, für das ich einstehe.»

Zu Claire:
Claires Brief im englischen Wortlaut
«Abortion Worker», hier engagiert sich Claire heute

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Gianna Jessen - Abtreibungsüberlebende in Australien 1/2