5 konkrete Tipps, wie man sich vor dem Bösen schützt

 

 

Die Versuchung Christi durch den Teufel, gemalt von Félix-Joseph Barrias (1822-1907)
Foto: NCR/Gemeinfrei

 

 

 

"Erlöse uns von dem Bösen", lehrt Jesus uns beten im Vaterunser. Selbst die größten Zweifler wissen: Das Böse existiert - sei es aus Erfahrungen im eigenen Leben, sei es aus der Berichterstattung vieler Medien oder der Geschichte der Menschheit. Wie schützen wir uns aber ganz konkret am besten davor?

 

Patti Armstrong vom "National Catholic Register" hat sich beraten lassen von zwei Experten: einem Bischof und einem Priester mit über 40 Jahren Erfahrung als Exorzist. Hier sind fünf Tipps, zusammengestellt aus den Ratschlägen von Monsignore John Esseff (Diözese Scranton, Pennsylvania) und Bischof Thomas Paprocki (Diözese Springfield, Illinois).

 

(1) Erkenne und vermeide Sünden

 

Die Werbung und andere weltliche Stimmen mögen manchmal damit kokettieren, aber Sünde ist kein Spaß und verdient keine positive Aufmerksamkeit.  "Die übliche Arbeit des Teufels ist Sünde. Sünde führt zum Tod der Seelen", betont Msgr. Esseff.

 

(2) Verstehe: Der geistliche Kampf ist kein Kampf "auf Augenhöhe"

 

Gerede über "Wertschätzung" und Begegnungen "auf Augenhöhe" ist im Ringen um Öffnung (sic) für Gottes Liebe wenig hilfreich. Denn dieser geistliche Kampf - den alle Christen führen müssen - gegen das Böse wird nicht zwischen gleich starken Mächten ausgefochten, betont der Exorzist: "Die echte Macht ist Gott, der alles geschaffen hat", erinnert Msgr. Esseff. Der Gott der Dreifaltigkeit, der uns so liebt, dass er "vom Himmel zu uns kam, um in uns zu wohnen. Er ist in jeder getauften Person und explodiert in uns durch die Heilige Eucharistie. Es gibt keinen Gott außer ihm".

 

(3) Geh Beichten und lebe die Sakramente

 

Die Beichte ist eine bessere Waffe im Kampf gegen den Teufel als der Exorzismus, betont Msgr. Esseff: "Das eine ist ein Sakrament, das andere ist ein Segen". Für den 64-jährigen Priester ist klar: "Wenn die Schlange vor dem Beichtstuhl kürzer wird, dann wird der Teufel eifriger."

 

"Das beste Mittel, um uns vor dem Bösen zu schützen ist durch die Sakramente, denn sie wurden von Jesus Christus eingesetzt und erfüllen uns mit der Gnade, uns zu schützen und Gott näher zu bringen", sagt Bischof Paprocki.

 

(4) Sei Pro-Aktiv: Hilf Dir und den Deinen

 

Wie Bischof Paprocki betont, leben viele Katholiken in einem sehr säkularen Umfeld, in dem es viele negative Einflüsse gibt. Jeder mündige Christ ist verantwortlich dafür, sich und seine Familie nicht diesen auszusetzen, sondern sein Zuhause und seine Lieben davor zu schützen. Einmal durch eine kluge Auswahl der Medien: Wer über den Glauben  und die Kirche mehr aus weltlichen Medien erfährt als den eigentlichen Quellen, wird nicht wissen, was er wissen muss, um als mündiger Christ zu leben.  

 

Und zum anderen durch das Gebet (etwa zum Erzengel Michael), die Fähigkeit zu Verzeihen und um Verzeihung zu bitten, "Danke" und "Bitte" zu sagen - wie Papst Franziskus immer wieder betont - sowie die Nutzung von Sakramentalien (etwa Skapulier, Weihwasser, Rosenkranz), und natürlich die Lektüre der Bibel und guter Medien. 

 

(5) Wenn Du Hilfe brauchst, geh zu einem guten Priester

 

Es ist selbstverständlich, dass man für sich und seine Familie einen guten Arzt oder Steuerberater sucht. So braucht ein Katholik immer wieder mal einen guten Priester. 

 

"Wenn ein Priester betet und seinen Segen gibt, dann handelt er in der Person von Jesus Christus, was sehr machtvoll ist… Wenn ich in ein Zimmer trete, sieht der Teufel Jesus Christus", sagt der Exorzist und Priester Esseff. 


Die Sakramente

Jesus zu Sr. Faustyna

Jede spirituelle Schule bezieht sich in irgendeiner Weise auf die reichsten und am meisten lebensspendenden Quellen der Heiligkeit: auf die Sakramente. Alle Sakramente, besonders aber das Sakrament der Versöhnung und der Eucharistie nahm Schwester Faustina als große Gaben der Barmherzigkeit Gottes wahr. Die Größe dieser Gaben enthüllte Jesus selbst vor ihr.Sage den Seelen – sprach Jesus vom Sakrament der Versöhnung – wo sie Trost suchen sollen – im Tribunal der Barmherzigkeit, dort gibt es die größten Wunder, die sich ununterbrochen wiederholen. Um dieses Wunder zu erreichen, bedarf es keiner weiten Pilgerfahrt, auch nicht äußerer Zeremonien, sondern es genügt, zu Füßen Meines Stellvertreters gläubig hinzutreten und vor ihm sein Elend auszusprechen. Dann zeigt sich das Wunder der Barmherzigkeit in seiner ganzen Fülle. Auch wenn die Seele wie eine verwesende Leiche wäre und eine Belebung, menschlich gesehen, ausgeschlossen und alles schon verloren – so ist es anders bei Gott. Das Wunder der Barmherzigkeit Gottes belebt die Seele vollends. Ihr Armseligen, die ihr das Wunder der Barmherzigkeit Gottes für euch nicht in Anspruch nehmt (TB 1448).

Schwester Faustina staunte über die Liebe Gottes, die in jedem Sakra- ment beinhaltet ist. Am meisten schrieb sie über Güte Jesu, der mit uns auf Erden bleiben wollte und auch im Allerheiligsten Altarsakrament blieb, wo Er Seine Barmherzigkeit weit geöffnet hatte. Kein Elend vermag Dich zu erschöpfen – rief sie – Du hast alle zur Quelle der Liebe gerufen, zur Quelle des göttlichen Erbarmens. Hier ist der Tempel Deiner Barmherzigkeit, dass Heilmittel für unsere Ohnmacht. Zu Dir, Du lebendiger Quell, ziehen alle Seelen hin; einige wie Hirsche nach Deiner Liebe dürstend, andere, um die Wunde ihrer Sünden zu reinigen; wieder andere, vom Leben erschöpft, neue Kraft zu holen (TB 1747). Die Größe dieser Gabe – schrieb sie – kann durch keinen Verstand, weder von Menschen noch von Engeln ergründet werden, deshalb werden wir sie völlig erst in Ewigkeit erkennen. Wenn Engel neidisch sein könnten – stellte sie fest – würden sie den Menschen um die heilige Kommunion beneiden, in der sich Gott so eng mit Seinem Geschöpf vereint. In eine so enge Vertrautheit geht Gott sogar mit keinem der Engel ein (vgl. TB 1804).

Die Größe dieser Gabe weckte in ihr große Dankbarkeit und Respekt gegenüber dem erniedrigten Gott und auch große Liebe zu Dem, der bis ans Ende liebte, der für den sündigen Menschen Sein Leben hingab und für ihn zum Brot, dass das ewige Leben schenkt, wurde. Sie kannte die vergöttlichende Kraft der Eucharistie und konnte daraus alle Gnaden schöpfen, deshalb wurde ihr Leben vollkommen im Denken und Tun geändert, der alte Mensch ist gestorben – um es mit den Worten des Heiligen Paulus zu sagen – und der Neue wächst nach dem Vorbild Christi. Die Erscheinungen der Barmherzigkeit Gottes in der Eucharistie sind in diesen Bereichen zu finden, die Schwester Faustina ganz bewusst erlebte. Die Eucharistie war für sie der Raum der persönlichen Begegnung mit dem lebendigen Gott, des Sich-Aufopferns mit Christus für die Erlösung der Welt und der engen Vereinigung mit Ihm in der Heiligen Kommunion.


Die Berschreibung des neuen Gotteslobes für St.Pölten finden Sie unter folgendem Link:

 

http://gotteslob.dsp.at/gotteslob/home