Das Martyrium der Margarethe Ottillinger

12. Oktober 2016 16:04 | Autor: Herrolt vom Odenwald
 

Man schreibt den 5. November 1948. Mit gebieterischem „Stoj“ („Halt“)und der MP im Anschlag beenden zwei Rotarmisten die Fahrt eines aus Linz kommenden und auf St. Valentin zusteuernden Pkw auf der Brücke über die Enns. Der Fluss bildet die Demarkationslinie zwischen amerikanischer und sowjetischer Besatzungszone in Österreich. Im Wagen sitzen Peter Krauland, Minister für Vermögenssicherung und Wirtschaftsplanung, und Margarethe Ottillinger, mit 29 Jahren die jüngste Ministerialbeamtin der (wie das geteilte Deutschland) unter Besatzungsstatut stehenden Republik Österreich. Die promovierte Ökonomin leitet die Planungsabteilung des Ministeriums und ist die Vertraute des Ministers. Während Krauland unter Berufung auf seine Immunität als Regierungsmitglied alsbald die Fahrt nach Wien fortsetzen kann, wird seine „rechte Hand“ festgesetzt und nach ersten Vernehmungen in die Verhörzentrale der NKWD-Gegenspionage-Truppe „Smersch“ nach Baden bei Wien verbracht.

Wochenlang wird sie verhört, mal bei Tag, meist in der Nacht. Es ist eine Tortur. Stundenlang muss sie aufrecht stehen, nicht selten in eiskaltem Wasser. Die Pein heißt „Stehkarzer“: Schlafentzug, die Verweigerung des Gangs zur Toilette sowie unter die Dusche sollen sie zum „Geständnis“ bringen.

Doch längst ist in Moskau ihr Urteil gefällt: 25 Jahre Zwangsarbeit. Begründung: Spionage für die USA und Fluchthilfe für Andrej Didenko, einen russischen Erdöl-Fachmann, den sie im Zuge ihrer Arbeit kennengelernt hat. „Wir haben uns geliebt“, bekundet sie den Geheimdienstoffizieren gegenüber, die sie verhören. Und sie versteckt ihn in Graz, von wo aus er zu den Briten überläuft, die ihn an die Amerikaner weiterreichen, von denen er sich anwerben lässt.

Die beiden sollen sich nie mehr wiedersehen: Sie wird am 24. Mai 1949, kurz vor ihrem 30. Geburtstag, mit anderen Gefangenen in einem Viehwaggon in den Gulag-Bezirk 385 Potma in Mordwinien, 500 Kilometer südöstlich von Moskau, verbracht, wo 40.000 Männer und Frauen in Straflagern interniert waren. Den „Vaterlandsverräter“ Didenko hingegen entführen KGB-Agenten 1951 aus der Bundesrepublik Deutschland, wo er für die Amerikaner tätig war. Sein aus KGB-Akten erschlossener Weg endet in einer psychiatrischen Anstalt in Kasan an der Wolga, 800 Kilometer östlich Moskau.

Derweil ist das Martyrium der Margarethe Ottillinger noch lange nicht ausgestanden. Nach diversen Eingaben, in denen sie beteuert, nie für die USA spioniert zu haben, überstellt man sie im März 1950 in das berüchtigte Moskauer Massengefängnis Butyrka, wo sie das verlangte Geständnis trotz schmerzhafter und erniedrigender Untersuchungsmethoden nicht ablegt. Obwohl sie aufgrund verheerender hygienischer Verhältnisse an Ruhr erkrankt, wird sie nach Potma zurückgebracht und einen Monat später wieder nach Moskau überführt, nunmehr in eine Zelle in der KGB-Zentrale Lubjanka. Wiederum ist sie Schlaf entziehenden und auf psychischen Zusammenbruch zielenden nächtlichen Verhören sowie peinlichen, auch ins Körperliche gehenden Schikanen der Tschekisten unterworfen.

All ihre Beschwerden werden abgewiesen; es bleibt bei 25 Jahren Gulag. Bevor man sie im September 1952 in einem Güterwaggon in den „Polit-Isolator“ nach Vladimir 220 Kilometer nordöstlich von Moskau verbringt und der zunehmenden offiziellen Anfragen aus Österreich wegen die Arbeitslagerhaft in Gefängnisstrafe umwandelt, erkrankt sie schwer. So sie überlebe und heimkehre, gelobt sie, werde sie eine Kirche bauen.

Das Gelübde löst sie 20 Jahre nach ihrer Heimkehr in Österreich ein. Ottillingers Repatriierung wird im Zuge des zwischen Wien und Moskau geschlossenen Staatsvertrags von 1955 möglich, der auch die Amnestie von noch in sowjetischem Gewahrsam befindlichen Gefangenen vorsieht. Am 25. Juni 1955 fährt der Zug mit Heimkehrern in Wiener Neustadt ein. Margarethe Ottillinger, die man ob ihres geschwächten Zustands auf einer Bahre aus dem Waggon tragen muss, beschreibt den Augenblick später so: „Ich fand die Meinen wieder und erschrak, dass ich keine Tränen mehr hatte. So sehr war ich der Freude und Rührung entwöhnt“.

Nach Monaten der Rekonvaleszenz kommt sie – ihr vormaliges Amt existiert ebensowenig wie das Ministerium, in dem sie tätig gewesen – auf Empfehlung von Kanzler Julius Raab zur OMV, der „Österreichischen Mineralölverwaltung“, als deren Vorstandsmitglied sie 1962 erstmals wieder nach Moskau reist, um Gaslieferverträge auszuhandeln. In den 1970er Jahren lässt sie auf dem Georgenberg hoch über Wien nach einem Entwurf des Bildhauers Fritz Wotruba die aus 152 übereinander getürmten Betonblöcken gefügte Kirche „Zur Heiligsten Dreifaltigkeit“ errichten. Seinerzeit ob ihrer Monstrosität umstritten, sollte die „Wotruba-Kirche“ zu einer zwar abseits gelegenen, aber doch magnetisierenden Touristenattraktion werden.

Die tiefgläubige Frau, die die „schönsten Jahre des Lebens“ im Gulag verbringen muss, geht 1982 in Pension und tritt als Terziarin in die Ordensgemeinschaft der Servitinnen ein, die nach einer anerkannten Regel, jedoch nicht im Kloster leben. Zehn Jahre später, am 30. November 1992, stirbt sie 73jährig an einem erlittenen Blutsturz, dem Symptom einer fortgeschrittenen Krebserkrankung, welche wohl auf Spätfolgen der einst erlittenen physischen Torturen und psychischen Qualen zurückzuführen waren. Und sie beschließt ihr irdische Existenz, ohne je mit Bestimmtheit die Ursachen für sieben Jahre unvorstellbar harter sowjetischer Gulag-Haft erfahren zu haben.

Dem Grazer Historiker Stefan Karner ist es nunmehr gelungen, den „Fall Ottillinger“ restlos aufzuklären. Davon zeugt das hier ob seiner umsichtigen und sorgfältigen Edition zu rühmende Buch. Der Leiter des „Ludwig-Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung“, der sich unter anderem durch die Aufarbeitung der Akten und somit Klärung des Schicksals von Hunderttausenden in sowjetischem Gewahrsam befindlichen österreichischen und deutschen Kriegsgefangenen sowie mit gewichtigen, erkenntnisstarken und international beachteten zeitgeschichtlichen Publikationen zum Ost-West-Konflikt einen Namen machte, war indes schon 1991 anlässlich erster Einblicke in Akten des KGB auf den Fall gestoßen.

Zwar konnte er ihn in einem ersten 1992 erschienenen Buch schon aufrollen und einigermaßen erhellen. Doch die gänzliche Enträtselung gelang Karner erst, nachdem ihn „eine kleine Karteikarte, handgeschrieben, im Erdgeschoß des ehemaligen Sonderarchivs des Ministerrats der UdSSR, im Nordwesten der Stadt auf ihre Spur führte“. Aus ihrem Personalakt sowie den erst nach mehr als 20 Jahren einsehbaren, jahrzehntelang unter Verschluss gehaltenen KGB-Verhörprotokollen stieß Karner auf Details in Ottillingers Umfeld, die zuvor nicht bekannt waren und nunmehr die letzten Geheimnisse zu enträtseln halfen.

Entstanden ist daraus ein Buch, das sich – wiewohl als streng wissenschaftliche Publikation angelegt und allen Erfordernissen an Quellenkritik sowie Präzision voll entsprechend – spannend wie ein Kriminalroman ließt. Die photographische und/oder faksimilierte Wiedergabe von Dokumenten sowie Bildnisse untermauern die Authentizität der Geschehnisse sowie die Fährnisse, Schrecken und Grausamkeiten, welche das Schicksal dieser tapferen, auf Gottvertrauen bauenden Frau im Gulag vor Augen führen.

Der Fall ist alles andere denn singulär. Was Ottilinger widerfuhr, durchlitten auch Tausende andere Frauen und Männer, die – ob schuldig oder unschuldig – dieser Art sowjetischen Gewahrsams teilhaftig wurden. Stefan Karner hat mit der fundierten Darlegung und Darstellung des Schicksals der Margarethe Ottillinger zugleich auch den vielen Namenlosen, von denen die meisten irgendwo diesseits und jenseits des Urals verscharrt worden sind, einen Namen gegeben.

Der Autor ist deutsch-österreichischer Historiker und Publizist

Informationen zum Buch:

KARNER, STEFAN
Im Kalten Krieg der Spionage. Margarethe Ottillinger in sowjetischer Haft 1948-1955;
Innsbruck (Studien-Verlag) 2016;
244 Seiten, zahlreiche Abbildungen;  
19,90 EUR

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Link: Das Martyrium der Margarethe Ottillinger

 


Was nach dem Tod kommt

«Ich war im Himmel und habe Jesus gesehen»

Ostern bedeutet: Jesus ist auferstanden. Der Tod ist nicht das Ende. Einer, der das am eigenen Leib erfahren hat, ist Landon Whitley. Nach einem schweren Autounfall war er eine Zeit lang klinisch tot. Seither ist er sich sicher, dass Jesus real ist.

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Landon Whitley
Es war im Jahr 1997. Landon Whitley, damals acht Jahre alt, ist mit seinen Eltern auf dem Heimweg von der Kirche, als ein Lastwagen in ihr Auto kracht. Sein Vater ist sofort tot, seine Mutter verletzt. Das Auto ist so eingedrückt, dass die Rettungskräfte zunächst gar nicht bemerken, dass noch ein kleiner Junge im Unfallwagen ist. Als sie einen Kinderschuh entdecken, schneiden sie die Seite hinter dem Fahrersitz auf und finden Landon. Zu dem Zeitpunkt atmet er schon nicht mehr.

 

Kampf um Leben und Tod

Der Achtjährige wird reanimiert und ins Krankenhaus geflogen. Zwei weitere Male bricht sein Organismus zusammen und er ist klinisch tot. Beide Male holen ihn die Ärzte zurück ins Leben.

Seine Mutter Julie erinnert sich: «Man machte mir keine grosse Hoffnung, dass er es schaffen würde. Und wenn, dann nur als stark behinderter Pflegefall, der nicht mehr laufen, sprechen oder selbstständig essen kann. Sein Gehirn war zu stark beschädigt. Aber er war alles, was ich noch hatte!»

Wo ist Gott?

Auch wenn Julie mit Gott hadert, fleht sie um ein Wunder für ihren Sohn Landon, der im Koma liegt. «Ich fühlte mich von Gott verlassen. Ich war so enttäuscht und verletzt. Warum hatte er das zugelassen, wo waren seine Engel, die uns doch beschützen sollten? Gleichzeitig wusste ich, dass nur Gott meinen Jungen retten kann.»

Nach zwei Wochen im Koma öffnet Landon plötzlich die Augen. Zum Erstaunen aller ist sein Gehirn voll funktionstüchtig! Doch nun steht die Mutter vor der schweren Aufgabe, ihm zu sagen, dass sein Vater tot ist.

«Er hatte solche Schmerzen und ich wollte ihm nicht noch mehr Leid zufügen», erzählt Julie. «Ich fragte: 'Weisst du, wo Papa ist?' Und zu meiner grossen Überraschung sagte er: 'Ja, ich weiss, wo er ist. Ich habe ihn im Himmel gesehen.'»

Wie der Himmel ist

Landon Whitley ist sich auch heute noch sicher, dass er nicht nur geträumt hat. Als er klinisch tot war, sah er den Himmel: «Das war wie eine kurze Vorschau. Ich bekam immer nur kleine Ausschnitte zu sehen, aber es war wundervoll. Ich sah meinen Vater und einen seiner Freunde, der kurz vor ihm gestorben war. Wir standen zusammen.»

Julie erinnert sich: «Irgendwann sagte er: 'Oh, Mama, übrigens, hab ich ganz vergessen dir zu sagen, ich hab deine anderen beiden Kinder gesehen.' Ich war irritiert. Tatsächlich hatte ich vor Landon zwei Fehlgeburten. Aber wir haben ihm nie davon erzählt.»

Landon trifft nicht nur Familie und Freunde im Himmel, er sieht auch Engel und begegnet Jesus. Ein Augenblick, der ihn bis heute bewegt und prägt. «Jesus war so voller Liebe. Er hat mit mir gesprochen und gesagt, dass ich zurück auf die Erde gehen soll. Dort soll ich allen Menschen erzählen, dass er real ist und sie liebt.»

Und genau das tun Landon und seine Mutter heute. Die beiden kümmern sich um Menschen, die mit Trauer und Verlust konfrontiert sind. «Heute weiss ich, dass Gott immer bei uns ist, ganz gleich ob wir leben oder sterben. Für ihn ist der Tod nicht das Ende», sagt Julie. «Er hat meine Wut damals ausgehalten und mir geholfen, meinen Schmerz zu überwinden. Heute kann ich anderen Menschen Mut machen.»

Und Landon fügt hinzu: «Ich möchte, dass Menschen erkennen: Jesus ist real. Ich habe ihn selbst gesehen. Es gibt einen Himmel. In Jesus haben wir eine wunderbare Hoffnung auf ein herrliches, ewiges Leben.»

3 jähriges Kind mit krummen Beinen

Es war im Jahre 1993. Eine evangelische Frau erzählte ihrer katholischen Bekannten von ihrem 3jährigen Kind, das krumme Beine hatte und nicht laufen konnte. "Was soll erst werden, wenn das Kind in die Schule kommt?" Ihre Bekannte gab ihr zur Antwort: "Geh doch einfach mit in die Altöttinger Gnadenkapelle und bete mit mir den Rosenkranz!" "Aber ich bin doch evangelisch!" - "Das macht nichts, komm nur mit!"- "Naja, dann gehe ich eben 'mal mit!" Als die Frau nachhause kam, lief ihr das Kind vom Haus entgegen und rief freudig: "Ich kann laufen!" Dieses Wunder ereignete sich 1993 in Altötting. Die Muttergottes hat geholfen!

Sie sehen, wie fruchtbar und machtvoll das Gebet ist, besonders das Rosenkranzgebet! Wer den Rosenkranz betet, steht unter dem Schutzmantel der Mutter Jesu! Auch sollte man immer daran denken: Ein Muttergotteskind geht niemals verloren, welch großer Sünder er auch immer war - eine gute Reue und Beichte vorausgesetzt! Ihr lieben Kranken merkt euch das gut!

 

Bild zeigt eine oder mehrere Personen und Innenbereich

Plötzlich frei von Sucht

Was Gottes Gegenwart verändern kann

Mein Name ist Minna Heikkinen, ich lebe in Finnland. Viele Jahre war ich Alkoholikerin und betrog immer wieder meinen Mann. Ich war egozentrisch und verantwortungslos. Aber Jesus hat mir vergeben, mich frei gemacht und völlig verändert. Das ist meine Geschichte.

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Symbolbild
Meine ganze Kindheit war geprägt von Angst und Druck. Mein Vater war fordernd und gewalttätig. Immer wieder schlug er meine Mutter. Wir hatten alle Angst vor ihm. Abends lag ich angsterfüllt im Bett und betete zu Gott, dass er uns helfen möge. Irgendwie tröstete mich das.

Erste Erfahrungen mit Gott

Als ich zehn Jahre alt war, lud mich eine Nachbarin zu einem Kinder-Bibelkreis ein und ich ging gerne hin. Die Lieder über Jesus berührten mein Herz. Je mehr ich von Gott hörte, desto mehr wollte auch ich zu ihm gehören. So lud ich Jesus ganz offiziell in mein Leben ein. Ich spürte Gott so nahe, dass ich anfangen musste, vor Freude zu weinen. Ich weinte und lachte und rannte völlig begeistert nach Hause, um meinen Eltern zu erzählen, dass ich jetzt Christ bin.

Mein Vater hatte dafür kein Verständnis. Er dachte, sie hätten mich einer Gehirnwäsche unterzogen. Er drohte mir und verbot mir, jemals wieder dort hin zu gehen oder zu Gott zu beten. Mein Leben mit Jesus endete also an dem Tag, als es begann.

Es geht bergab

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Minna Heikkinen
Mit zwölf Jahren fing ich an zu trinken. Und nur wenige Jahre später war ich alkoholabhängig. Mit 15 Jahren trank ich fast jeden Tag, aber niemand merkte es.

Ich heiratete früh und bekam sieben Kinder. Doch Verantwortung übernahm ich nicht. Jedes Wochenende liess ich mich voll laufen und wenn es sich ergab, betrog ich meinen Mann. Ich war nur auf Party und meinen Spass aus. Alles andere war mir egal. Aber obwohl ich meinen egoistischen Lebensstil durchziehen konnte, ging es mir nicht gut damit. Ich wurde depressiv und musste Medikamente nehmen. Mehrmals wurde ich von anderen Männern schwanger und liess abtreiben, was mich in noch tiefere Depressionen stürzte. Schliesslich liess ich mich scheiden, mein Mann bekam das alleinige Sorgerecht für unsere Kinder.

Leben ohne Sinn

Jetzt waren mir keine Grenzen mehr gesetzt. Aber bald merkte ich, dass ich Hilfe brauche und machte einen Entzug in einer Klinik. Nach einer Weile lernte ich wieder einen Mann kennen und wir heirateten. Auch er war Alkoholiker. Wir tranken zusammen und gingen dann zusammen zur Therapie. Aber es ging nicht gut, wir hatten eine grauenvolle Ehe. Man könnte sagen, dass ich bekam, was ich verdiente. Mein Mann war gewalttätig und schlug mich oft. Ich war am Ende. Zum ersten Mal seit Langem erinnerte ich mich an Gott. Konnte Jesus mir nach all dem noch helfen?

Gott ist da

Als ich mich das nächste Mal betrank, war es so schlimm, dass ich ins Krankenhaus musste. In meiner Verzweiflung rief ich nach einem Priester. Er machte mir Mut und sagte, dass Gott sich nie von uns abwendet. Dass Jesus mir vergeben kann. Dann betete er mit mir. Ich fühlte mich ein bisschen besser, aber sonst geschah nichts.

Kaum war ich entlassen, fing ich wieder an zu trinken. Ich war so süchtig, dass ich nicht ohne Alkohol leben konnte. Ich wusste, dass ich aufhören muss, aber ich schaffte es nicht. Ich rutschte wieder in mein altes Leben.

Plötzlich frei!

Und dann geschah es. Eines Nachmittags, als ich mir gerade eine Kippe angezündet und ein Glas eingeschenkt hatte, überkam mich so ein eigenartiges Gefühl. Ich war auf einmal völlig nüchtern, obwohl ich in den letzten Tagen extrem viel getrunken hatte. Jemand war da. Jemand Gutes. Es war, als würde er ganz liebevoll meine Hand nehmen und mit mir die Zigarette auszudrücken und mein Glas abstellen. Ich wusste, dass es Jesus ist. Dass er gekommen war, um mich zu retten. Tiefe Dankbarkeit und Frieden durchströmten mich. Ich fiel auf meine Knie und konnte nichts anderes sagen, als «Danke, danke, danke!» Dann bat ich Gott noch einmal, mir meine grosse Schuld zu vergeben und spürte, wie eine Last von mir wich. Gott griff tatsächlich in mein Leben ein. Ich durfte noch einmal von vorne anfangen.

In dieser Nacht schlief ich zum ersten Mal seit Langem wieder gut. Gottes Friede blieb bei mir. Auch als ich aufwachte, umhüllte er mich immer noch. Mein Drang zu trinken und zu rauchen war weg. Es war ein Wunder.

Seit diesem Tag bin ich frei. Ich habe mich einer Gemeinde angeschlossen und mich taufen lassen. Ich konnte meine Familie um Vergebung bitten und meinem Vater vergeben. Durch Jesus habe ich unverdient ein neues Leben bekommen. Seine Liebe und Gnade sind grösser als unsere Vorstellungskraft.


Muslimin begegnet Jesus

 

«Ich bin kein Mensch zweiter Klasse!»

 

Von klein auf hört Amy Gazhal, dass Frauen nichts wert sind. Auch ihr Ehemann behandelt sie schlecht. Sie fühlt sich wie eine Versagerin, verbittert und wird krank. Doch dann begegnet ihr Jesus und die Syrierin erkennt ihren wahren Wert.   

 

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Amy Ghazal hat nach vielen Jahren Elend Frieden für ihre Seele gefunden.

Ich bin in Syrien als Muslima aufgewachsen. Frauen wurden in meiner Familie nicht wertgeschätzt. Ich begriff nicht, wieso Gott den Fehler gemacht hatte, mich als Frau zu erschaffen. Aber sobald ich fragte: «Warum hat mich Gott unrein gemacht und weniger intelligent oder wertvoll als Männer?», bekam ich nur Schläge. Man durfte Gott nicht in Frage stellen.

Als Frau, so glaubten wir, hat man auch keine Garantie, ins Paradies zu kommen, egal, wie gut man im Leben war. Der Islam kennt keine Gnade. Viele Frauen strengen sich sehr an und verzweifeln an der Unsicherheit, ob Gott sie annehmen wird. Ich spürte nie Frieden in dieser Religion. Und wenn ich im Koran las, war es sogar, als hätte ein böser Geist seine Hand auf mir.

 

Der Versuch ohne Religion zu leben

 

Als ich 18 war, zogen wir nach Ägypten. Damals beschloss ich, mich vom Glauben abzuwenden, denn ich wusste, dass ich Gott sowieso nicht genügen konnte. Ich hörte auf zu beten, zu fasten und löste mich auch sonst aus jeglichen religiösen Pflichten.

 

Ich bekam einen Job bei einer Reiseagentur. Bei einer Geschäftsreise in die USA verliebte ich mich in einen Muslim, der dort Arzt war, und wir heirateten. Aber er behandelte mich nicht gut. Er war zwar nicht religiös, aber wie viele muslimische Männer verachtete er Frauen. Nach drei Jahren liessen wir uns scheiden. Für mich war das schlimm. Wieder einmal hatte ich versagt! Ich fühlte mich so verloren, hatte überhaupt keine Hoffnung und keinen Mut mehr. Was machte ich hier überhaupt? Wozu sollte ich weiterleben?

 

Der einzige Grund, warum ich mir damals nicht das Leben nahm, war eine furchtbare Angst vor der Hölle. Tief in mir befürchtete ich, dass es doch sein könnte, dass mich Engel für alle Ewigkeit foltern und quälen könnten. So blieb ich am Leben, aber ich wurde bitter und missgünstig.

 

Was ist die Wahrheit?

 

Irgendwann lud mich ein Kollege in die Kirche ein. Ich ging hin, aber ich fand es verwirrend, dass Jesus Gott sein sollte und gleichzeitig Mensch. Trotzdem war ich unsicher, ob es nicht doch stimmt. So betete ich: «Gott, ich muss die Wahrheit wissen. Wenn Jesus wirklich dein Sohn ist, dann musst du mir das beweisen.»

 

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Amy Ghazal

Einige Monate später musste ich mit einer schlimmen Gallenkolik ins Krankenhaus. Es stellte sich heraus, dass ich Gallensteine hatte und schnell operiert werden musste. Unter Schmerzen lag ich auf der Station und schrie zu Jesus: «Du hast so viele Menschen geheilt. Wenn du die Wahrheit bist, dann komm bitte und heile mich. Ich habe kein Geld für die OP, ich bin allein, ich habe niemanden, der sich um mich kümmert. Und ich schaffe dass alles nicht alleine.»

Begegnung mit Jesus

 

Während ich betete, füllte sich das ganze Zimmer mit Licht. Aus dem Licht kam ein Mann auf mich zu und streckte mir die Hände entgegen. Ich sah seine Wundmale und wusste sofort: Das ist Jesus. Und es gab keinen Zweifel, dass er Gott war. Er strahlte voller Herrlichkeit, Gerechtigkeit und Schönheit und eigentlich war ich gar nicht würdig, mit ihm in einem Raum zu sein. Voller Wertschätzung und Liebe sah er mich an und sagte: «Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Frieden geben.» Ein tiefer Friede durchströmte mich und meine Schmerzen wichen. Heute weiss ich, dass das eine Bibelstelle ist, Matthäus, Kapitel 11, Vers 28, aber damals hatte ich diesen Satz noch nie gehört.

 

Heil geworden

 

Vor meiner Operation wurde ich noch einmal untersucht, aber die Gallensteine waren weg. Jesus hatte mich geheilt. Es gab keine Steine mehr, keine Entzündung. Ich wurde entlassen.

 

Daheim fing ich an, in der Bibel zu lesen und regelmässig in die Kirche zu gehen. Und ich traf die Entscheidung, Christ zu werden und Jesus nachzufolgen. Ich spürte, dass etwas in meinem Leben sich verändert hatte, alles war anders. Ich fühlte mich völlig neu und erkannte immer mehr, welchen Lügen ich aufgesessen war.

 

Heute weiss ich, dass ich ein geliebtes Kind Gottes bin. Durch Jesus habe ich das ewige Leben geschenkt bekommen, eine Garantie von Gott. Ich bin wertvoll und kein Mensch zweiter Klasse. Die Kraft des allmächtigen Gottes lebt in mir. Und eines Tages werde ich die Ewigkeit mit meinem Jesus verbringen.

 


BILD-Reporter Daniel Böcking über seine Bekehrung zum Glauben»Wie Gott mir die Angst vor dem Terror nimmt

BILD-Reporter Daniel Böcking
BILD-Reporter Daniel Böcking - Foto: Privat

Ich glaube an Jesus. So richtig. Mit Herz und Verstand und Bibel und allem, was zum Christsein dazugehört.

Eigentlich nicht außergewöhnlich. Schließlich sind auf dem Papier über die Hälfte aller Deutschen christlich.

Doch ein Glaubensbekenntnis gilt in den Zeiten von Terror, Islamismus und ISIS nicht gerade als cool oder hip.

Du bist gläubig? Dann bist du gewiss so ein Extremist! Im besten Fall stock-konservativ, intolerant – im schlimmsten Fall ein Terrorist. Nein! Ich bin Christ. Glücklich. Vollzeit.

In dieser Zeit von Terror und Gewalt möchte ich von meinem Weg zum Glauben erzählen, statt mein Christ-Sein schamvoll zu verschweigen. Wieder hat sich jemand mitten unter uns – im bayerischen Ansbach – in die Luft gesprengt. Immer wieder missbrauchen Terroristen den Namen Gottes für ihre Anschläge. Angst und Unsicherheit wachsen. Doch mein Glaube umarmt das Leben, statt vor diesen Irren zu kuschen. Er gibt mir alles, um trotzdem getrost und zuversichtlich zu sein.

DIE BEKEHRUNG

Ich habe erst vor drei Jahren wirklich zum Christentum gefunden. Davor war ich so ein bisschen gläubig, eher nebenher. Gerade so, dass es meinen Alltag nicht zu sehr störte.

Im Jahr 2010 war ich als Reporter nach dem vernichtenden Beben (316 000 Tote) in Haiti. Kurz danach bei der Loveparade in Duisburg, als 21 Menschen in der Massenpanik zerquetscht wurden. Wieder einige Wochen später hausten wir BILD-Reporter über einen Monat lang neben einem Minen-Schacht im Norden Chiles und warteten gemeinsam mit den Angehörigen auf die Rettung von 33 verschütteten Bergleuten.

Haiti Erdbeben
Eine Haitianerin schreit bei einem Gottesdienst nach dem Erdbeben ihre Verzweiflung hinausFoto: Action Press
Minenunglück in Chile
Daniel Böcking (links) hoffte und betete mit den Angehörigen beim Minen-Unglück in ChileFoto: Gütersloher Verlagshaus

Trauer, Leid, Hilfe, Hoffnung, Rettung – in all diesen Situationen begegnete mir der Glaube an Gott. In gemeinsamen Gebeten von Helfern und Opfern, im gegenseitigen Trost untereinander. Auch in der Trauer.

Mir kam in den Sinn: Wenn du an Gott glaubst, dann darf das nicht nur nebenher passieren. Wenn die Jesus-Botschaft von Frieden, Vergebung und Erlösung stimmt, dann solltest du dein ganzes Leben danach ausrichten.

Ich begann, in der Bibel zu lesen, mit Christen zu reden, ehrlich zu beten (statt nur das „Vater unser“ herunterzuleiern). Man kann sagen: Ich probierte den Glauben aus – und lernte Jesus kennen. Es dauerte noch drei Jahre, eh ich ihn zum Mittelpunkt meines Lebens machte. Zum Wichtigsten. Zu meinem Kompass.

Die Zeit seitdem erlebe ich wie ein Wunder.

DIE VERÄNDERUNGEN

Für mich – damals 36 Jahre alt, ehrgeizig, partywütig – war es eine 180-Grad-Kehre mit sehr konkreten Veränderungen: im Job (kann man auch ganz ohne Ellbogen seinen Weg gehen?), in der Freizeit (keinen Alkohol mehr, weil ich bei Partys zu gern übers Ziel hinausschoss und Mist baute), in der Familie („Du gehst jetzt aber nicht in eine Sekte?!“).

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Keine Lügen, keine bösartigen Lästereien. Gottes Wort als Richtschnur. Gebet statt Sauftour. Familie und Glaubensgeschwister statt Egoismus. Natürlich immer wieder Rückfälle. Aber in dem Wissen, dass es Vergebung bei Gott gibt, und im Bemühen, gut zu sein.

Ich fand endlich den Sinn in allem, was ich tat. Gott antwortete mir von innen. Innere Ruhe, Frieden, Wissen, dass etwas richtig ist. In seinem Geiste. Sich richtig fühlen. Im Reinen sein.

Daniel Böcking

  • Über den ISIS-Wahnsinn »Warum ich mich heute als Christ outen will!

    BILD-Redakteur Daniel Böcking schreibt, was der ISIS-Wahnsinn für seinen Glauben bedeutet.

GOTTES WILLE

 

Als Christ hatte ich plötzlich neue Pflichten. Das Neue Testament fordert zur Nächstenliebe auf. Zur Hilfe – für alle Menschen. Zu Versöhnung, Geduld, Hingabe. Nicht zu Ablehnung und Hass.

Es ist eine Aufforderung zu handeln. In der nächsten Flüchtlingsunterkunft zu helfen. Jedem zu geben, der um etwas bittet. Ein guter Mensch nach Gottes Wille zu sein.

Und es verlangt wieder und wieder, dass Christen zu ihrem Glauben stehen und von dieser großen Liebe berichten. Wir sind in Deutschland frei – Gott sei Dank. Wir Christen dürfen uns bekennen. So wie jeder andere, der an etwas anderes oder an gar nichts glaubt, dies auch darf.

GLAUBEN IM TERROR

Der Glaube macht mich nicht schlauer als andere. Ich begreife nicht, warum Gott diesen Terror zulässt. Warum so viele durchzudrehen scheinen. Die Bilder aus Paris, Nizza, Würzburg machen mich traurig, bestürzt, ratlos. Wie jeder andere diskutiere ich über das Versagen der Politik, diskutiere, wie der Irrsinn ein Ende haben könnte.Was ich aber aus der Bibel gelernt habe: Es gibt das Böse auf der Welt – und Gott hat keine Freude daran. Die christliche Antwort sollte nicht Verzweiflung sein oder verschüchtertes Schweigen. Sondern Hoffnung, Hilfe und Gebet. Ich bete für die Opfer, für die Hinterbliebenen, dafür, dass es aufhört. Wenn ich konkret etwas tun kann, tue ich es (und sei es nur, einem Spendenaufruf zu folgen). Die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod tröstet mich.

Terror und Gewalt machen mich nicht ängstlich. Schon gar nicht wütend auf Andersgläubige (ISIS mal ausgenommen...). Wut und Angst sind nicht das, was Jesus von Christen fordert. Er gibt und will Mut und Zuversicht. Und er will Vertrauen. Meines hat er.

Über seinen Weg zum Glauben berichtet Daniel Böcking ausführlich in: „Ein bisschen Glauben gibt es nicht - Wie Gott mein Leben umkrempelt“, Gütersloher Verlagshaus


Hl.Therese von Lisieux

Innerhalb weniger Jahre nach ihrem Tod wurde sie auf der ganzen Welt bekannt für ihren "kleinen Weg" der Einfachheit, kleine Dinge zu erledigen und tägliche Dienstpflichten zu verrichten. Sie wurde ein Vorbild an Heiligkeit für unzählige einfache Menschen auf der ganzen Welt.


Stefans Weg zu Jesus – Ein Zeugnis aus dem Herzen

 

https://gloria.tv/video/8hNcrS4TuDps1Q8NxagnaWxYz

 


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Maria Simma - ein Leben für die armen Seelen
MARIA SIMMA, ein Leben für die Armen See
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Warum diese Bilder einer sterbenden Nonne zu einem Internet-Phänomen wurden

 

Schwester Cäcilia Maria in ihren letzten Tagen.
Foto: Curia Generalizia Carmelitani Scalzi

Bilder einer jungen argentinischen Nonne – gleichmütig lächelnd, obschon sie an ihrer Krebserkrankung stirbt – haben für großes Aufsehen in den Sozialen Medien gesorgt. Tausende Menschen teilten die Bilder und ihre Gebete für die Erkrankte. 

Schwester Cäcilia Maria lebte im Kloster der Heiligen Theresa und Joseph in Santa Fe, Argentinien, dem Gebet und der Kontemplation gewidmet. 

Sie starb mit gerade einmal 43 Jahren am 22. Juni.

Nachdem sie im Alter von 26 eine Ausbildung als Pflegerin abgeschlossen hatte, legte Schwester Cäcilia Maria ihre zeitliche Profess als unbeschuhte Karmelitin ab. Im Jahr 2003 folgte die ewige Profess. 

Vor sechs Monaten wurde ein Krebs auf ihrer Zunge festgestellt. Die Krankheit metastasierte und breitete sich in ihren Lungen aus. 

In ihrer Zeit im Kloster spielte Schwester Cäcilia Maria die Violine und war für ihre Freundlichkeit und ihr Lächeln bekannt. In den letzten Wochen ihrer Krankheit verschlechterte sich ihr Zustand derart, dass sie ins Krankenhaus musste. Von ihrem Bett aus hörte sie nie auf zu beten und ihre Leiden aufzuopfern, in der Gewissheit, dass ihre Begegnung mit Gott näher kam. 

Ihren letzten Wunsch schrieb sie auf ein Stück Papier: "Ich habe darüber nachgedacht, wie ich möchte, wie meine Beerdigung stattfinden soll. Zuerst, intensives Gebet und dann eine große Feier für alle. Vergesst nicht zu beten, aber vergesst auch nicht zu feiern!"

Die unbeschuhten Karmeliten teilten ihren Heimgang zum Herrn wie folgt mit:

"Jesus! Nur zwei Zeilen um Euch mitzuteilen, dass unsere sehr geliebte Schwester sanft entschlafen ist, nach einer so schmerzhaften Krankheit, immer mit Freude ertragen und Ergebenheit an ihren Göttlichen Gemahl. Wir senden Euch unsere ganze Liebe, dankbar für Eure dauernde Unterstützung und Gebet, so schmerzhaft und doch gleichzeitig so wunderbar. Wir glauben, dass sie direkt in den Himmel geflogen ist, aber wir bitte Euch auch nicht aufzuhören, sie in Euer Gebet einzuschließen, damit sie vom Himmel aus Euch entschädigen möge. Eine große Umarmung von ihren Schwestern in Santa Fe."