Mit 99 immer noch verliebt

Das Geheimnis von 80 Jahren Ehe

Nach 80 gemeinsamen Jahren immer noch verliebt – kaum zu glauben, aber doch möglich. Das bezeugen Donald und Vivian Hart. Bei der Familienfeier zur Eichenhochzeit erklärten die 99-Jährigen, wie so eine erfolgreiche Ehe möglich ist.

Donald und Vivian Hart
Während die Scheidungsrate in Deutschland leicht rückläufig ist, viele Paare aber überhaupt nicht mehr heiraten, ist es immer wieder etwas Besonderes, Ehepaare zu erleben, die über Jahrzehnte verheiratet waren – und das auch noch glücklich. Donald und Vivian Hart aus Michigan, USA feierten vor Kurzem ihre Eichenhochzeit: 80 Jahre sind die beiden verheiratet – und immer noch verliebt.

Liebe auf den ersten Blick

Gegenüber den Medien berichteten die beiden 99-Jährigen, wie sie sich kennenlernten: Nach dem Sonntagsgottesdienst hatte Vivian mit einigen Freunden einen Ausflug ausserhalb der Stadt gemacht, hinterher suchten sie Hilfe, um wieder zurückzufinden. Sie trafen Donald, der ihnen den Weg zeigte. «Wir wollten nur ein Stück weit zusammengehen und uns später verabschieden, aber letztlich liefen wir den ganzen Weg gemeinsam», berichtet Donald. 1937 heirateten sie dann.

Sich fair verhalten…

Doch was ist das grösste Geheimnis ihrer Ehe? Für Donald ist es die Form, wie man sich gegenseitig behandelt. «Stelle sicher, dass die Beziehung immer ehrlich ist und versuche, nur Dinge zu tun, die vor Gott in Ordnung ist. Es ist gut, gemeinsam zu lachen und Spass zu haben, aber man darf keine Witze auf Kosten des anderen machen.»

…und Gott und Gebet im Zentrum

Und Vivian? Für sie ist es Gott, der im Zentrum einer Ehe stehen muss. «Ihr müsst immer darauf achten, dass Gott in eurem Leben an erster Stelle steht. Man muss immer bereit sein, dem Partner zu helfen. Wir beten jeden Tag am Morgen und am Abend zusammen. Und wir konzentrieren uns nicht auf unsere Probleme.»

 

 

 


Papst: Für immer heißt in der Ehe auch für immer

Eine Ehe soll nicht unter der Vorraussetzung "solange die Liebe hält" geschloßen werden, mahnt der Papst. Nur wer wirklich und für immer liebt, solle heiraten. Für alle anderen hat er einen Ratschlag.

Ehe | Bonn/Vatikanstadt - 22.06.2017

 

Für alle, die an der Beständigkeit der Ehe zweifeln, hatte Papst Franziskus bei der Generalaudienz am Mittwoch eine eindringliche Botschaft. Wer nicht zu einer lebenslangen Ehe bereit sei, solle besser nicht heiraten. Das sagte Franziskus wörtlich:

Wer wirklich liebt, hat die Absicht und den Mut, "für immer" für immer zu sagen; aber er weiß, dass er die Gnade Christi und die Hilfe der Heiligen braucht, um das Eheleben für immer zu leben. Nicht wie einige sagen ..."solang die Liebe hält." Nein. Für immer! Andernfalls ist es besser, erst einmal nicht zu heiraten. Entweder für immer oder gar nicht. Deshalb wird in der Hochzeitsliturgie die Gegenwart der Heiligen angerufen. Und in schwierigen Zeiten müssen wir den Mut haben, die Augen zum Himmel zu heben, an die vielen Christen zu denken, die schwere Zeiten durchmachten, und dabei das weiße Gewand der Taufe behielten, gewaschen im Blut des Lammes. (jcm)


Tipps für eine glückliche Ehe

 

 

Selten lese ich in unseren Printmedien einen Artikel, der mich innerlich sehr berührt. Heute aber bin ich fündig geworden in der „Huffington Post“. Richard Paul Evans schildert darin sehr offen „Wie ich meine Ehe gerettet habe“.

 

Wer ihn aufmerksam liest, findet darin Tipps für eine glückliche Ehe. Für mich sind nach nunmehr 39 Ehejahren folgende Punkte sehr wichtig geworden:

 

Wie ich meine Ehe gerettet habe
Nehmt Gott in eure Ehe mit hinein!

 

1. Nehmt Gott in eure Ehe mit hinein! Für katholische Christen ist die Ehe zwischen Christen ein Sakrament, in dem Gott selbst die Eheleute für ihren gemeinsamen Lebensweg verbindet und stärkt. Das wird in der kirchlichen Trauung durch einen Priester zum Ausdruck gebracht. Damit Gott aber die Liebe der Eheleute ständig erneuern und vertiefen kann, müssen sie ihm in ihrem Leben Raum geben – zum Beispiel durch das gemeinsame Gebet: „Die Familie, die zusammen betet, bleibt zusammen“ (Mutter Teresa). Gemeinsam das Herz vor Gott auszuschütten, ihm unsere Sorgen und Ängste anzuvertrauen, das schweißt zusammen.

 

Das lässt sich sogar statistisch nachweisen: Die Amerikanerin Mercedes Arzu Wilson gab in einem Referat das Ergebnis einer Umfrage bekannt:

 

 

  •        Bei standesamtlich verheirateten Paaren: eine von zwei Ehen zerbricht.
  •       Bei kirchlich verheirateten Paaren: eine von drei Ehen zerbricht.
  •       Bei kirchlich verheirateten Paaren, die zusammen zur Kirche gehen: eine von 50 Ehen zerbricht.
  •       Bei kirchlich verheirateten Paaren, die zusammen zur Kirche gehen und miteinander beten: Nur eine von 1.429 Ehen zerbricht.

 

 

2. Verlange nicht von deinem Partner, dass er sich ändert! Richard Evans stand schon kurz vor der Scheidung, als er unter der Dusche seine ganze Verzweiflung herausschrie: „Und am Tiefpunkt meiner Verzweiflung verstand ich endlich. Du kannst sie nicht ändern, Rick. Du kannst nur dich ändern. Dann begann ich zu beten. Wenn ich sie nicht ändern kann, Gott, dann ändere mich. Ich betete bis in die Nacht hinein.“

 

Und Gott antwortete, denn plötzlich wusste Richard, wie er seine Ehe retten könnte. Jeden Tag begann er jetzt mit der Frage an seine Frau: „Wie kann ich dir den Tag verschönern?“ Doch sie blieb abweisend auf Konfrontationskurs. Er aber ließ nicht nach und begann jeden Tag immer wieder: „Wie kann ich dir den Tag verschönern?“

 

In der zweiten Woche wurden plötzlich ihre Augen feucht. Sie brach in Tränen aus und sagte: „Bitte hör auf mich zu fragen. Du bist nicht das Problem. Ich bin es. Es ist nicht leicht, mit mir zu leben. Ich verstehe nicht, wieso du bei mir bleibst."

 

Die gegenseitigen Mauern, die das Ehepaar voreinander errichtet hatte, stürzten ein. Sie spürten, dass sie einander immer noch liebten und redeten darüber, wie sich gegenseitig glücklich machen könnten. Sie fragte: „Was brauchst du von mir? Wie kann ich eine bessere Ehefrau sein?“

 

3. Arbeite an dir! Richard hatte beschlossen, sich zu ändern, denn er hatte erkannt: „Ich habe auch gelernt, dass die Institution Ehe dabei helfen kann, die wenig liebenswerten Seiten an uns zu kurieren. Und wir alle haben eine unsympathische Seite.“

 

Eine Erkenntnis, die heute immer mehr verlorengeht. Ein Unschuldswahn hat sich über unsere Gesellschaft gelegt. Die Vokabeln Schuld und Sünde verschwinden langsam aber sicher aus unserem Vokabular. Die Beichtstühle in der katholischen Kirche bleiben leer. Schuld haben ohnehin nur die anderen: die Gesellschaft, die Politik, das Großkapital...

 

Jesus sah das anders: „Aus dem Herzen kommen böse Gedanken: Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Verleumdungen“ (Matthäus 15,9). Deshalb rief er die Menschen zur Umkehr auf. Und Richard folgte diesem Ruf, der seine Ehe von Grund auf änderte.

 

Heute sagt er voller Dankbarkeit: „Ich bin dankbar, dass meine Familie noch intakt ist und dass meine Ehefrau, meine beste Freundin, immer noch neben mir im Bett liegt, wenn ich morgens aufwache. Und ich bin dankbar, dass selbst noch Jahrzehnte später einer von uns sich hin und wieder morgens zum anderen auf die Bettseite rollt und fragt: ‚Was kann ich tun, um dir den Tag zu verschönern?’ Diese Frage zu stellen und sie gestellt zu bekommen, das ist, warum es sich lohnt, morgens aufzuwachen.“
Probleme in der Ehe? Rede mit uns:  http://www.gottinberlin.de/kontakt/ich-will-mit-jemandem-reden/

 


Ein Kind, das nur sechs Wochen lang lebte

 

Befruchtete Eizelle, Fötus, Embryo: Medizinische Begriffe für Entwicklungsphasen des Ungeborenen. Abtreibungsbefürworter verwenden sie gern, um zu verbergen, worum es wirklich geht: um ein Kind! Denn Frauen erwarten nun einmal Kinder – von Anfang an und für immer liebenswert. Ein Zeugnis.

Es war der vergangene 24. Februar als wir bewegt, verängstigt und aufgeregt „schwanger seit 2-3 Wochen“ gelesen haben. Ich, die ich eine ängstliche Person bin, geriet zur Abwechslung wieder mal in Panik. Ich wusste, dass dieser Moment kommen würde, haben mein Gatte Francesco und ich doch unsere Sexualität immer mit lauterer Offenheit für das Leben ausgelebt. „Und nun? Werde ich eine gute Mutter sein? Werde ich in der Lage sein, das Kind großziehen zu können? Das Leben wird sich ändern… und was ist mit meiner nicht gerade stabilen Gesundheit? Schaffe ich das?“
Ja, ich hatte Angst, aber nach und nach, Minute für Minute begann sich in meinem Herzen das Bewusstsein Platz zu machen, dass ich Mama geworden war. Mein Mann und ich waren nun Eltern. Ein Bewusstsein, das jegliche Furcht in Hoffnung und Freude verwandelte. Wir weinten und umarmten uns. Es war unser Kind.
Endlich wussten wir beide mit Sicherheit, etwas Gutes in unserer Existenz vollbracht zu haben, etwas, das weit über unser Verständnis hinausreichte, wir waren Mitarbeiter dieses großen Geheimnisses, welches das Leben ist, wir hatten mit Gott „mitgearbeitet“, und diese Größe enthüllte Er uns, zerbrechlich und aufgeregt wie wir waren.
Wir begannen Pläne zu schmieden, über einen Namen zu phantasieren, die ersten Arztbesuche festzulegen und Untersuchungen zu fixieren. Wir begannen, unsere Leben auf diesen Spross hin auszurichten, der im Bauch war. Francesco kam von der Arbeit und beugte sich sogleich über meinen Bauch, küsste ihn und sagte zum Kleinen: „Du bist klein wie ein Böhnchen, du bist unser Böhnchen“. Und ich begann von Beginn an all die positiven Aspekte aufzunehmen, all die , welche mit der Schwangerschaft verbunden waren: „Liebling… machst Du mir noch eine Rückenmassage? Weißt Du, dem Böhnchen gefällt das immer so gut…“. Wir lebten in einem ungetrübten Klima, entspannt und in Dankbarkeit für das empfangene Geschenk. Ja, das Leben ist ein Geschenk, das man aus ganzem Herzen lieben muss, mit ganzer Kraft, mit dem ganzen Geist.
Es kam die erste Untersuchung, und mit ihr auch die harte Wahrheit: „Es ist zu klein, wächst nicht. Probieren wir diese Behandlung.“ Mir hat es das Herz zerrissen und ich suchte Zuflucht in den Armen meines Mannes. Es wollte nicht wachsen, ich weinte und hatte das Gefühl, dass die Sache nicht gut ausgehen würde. „Komm, Kleiner, wachs, los!“.
Es war die sechste Schwangerschaftswoche, am 3. März, als ich begann, diese seltsamen Schmerzen wahrzunehmen. Wir fuhren in die Notaufnahme, ich bekam eine Spritze mit Progesteron und eine Untersuchung, bei welcher sie meinen Mann nicht dabei sein ließen, ich wurde mit Frechheiten und Herablassung behandelt und zum Schluss sagten sie mir: „Das ist ein schweres Vorzeichen einer Frühgeburt.“
Wir fuhren nach Hause, ich rief meine Familie an und meine Mutter litt am Telefon mit mir mit. Es endete so, dass ich stundenlang im Badezimmer blieb, unter Tränen und heftigen Schmerzen, während wir unser kleines Böhnchen verloren, ohne etwas dagegen unternehmen zu können. Francesco hat ihn schließlich geborgen. Es war bereits Morgen.
Es gibt keinen wirklichen Grund für die spontane Fehlgeburt. Wir haben mehrere Ärztemeinungen eingeholt und uns wurde gesagt, dass es schlichtweg eine Frage der Wahrscheinlichkeit ist. Tags darauf kehrten wir nach Umbrien zurück, zu unseren Verwandten. Wir haben dies als Trauerfall durchlebt. Wir haben Giuseppe Maria (Josef-Maria) an einem Ort beigesetzt, der uns allein gehört, und einen blühenden Baum darüber gepflanzt.

Warum haben wir beschlossen, darüber zu schreiben und eine solch delikate Angelegenheit öffentlich zu machen? Weil auch wir selbst, auch wenn wir abgeklärt sind und es angenommen haben, diese Mitteilung brauchen, aber auch, um gegenüber all jenen Müttern zu bezeugen, welche dieselbe Erfahrung gemacht haben und ihnen Trost zu geben.
Denn vom ersten Augenblick an haben Francesco und ich uns gesagt, dass Kinder kein Geheimnis sind und dass wir, so uns der Herr andere schenken wird, sie zählen werden, beginnend mit jenem einzigartigen kleinen Böhnchen, das unwiederholbar und vor allem unersetzlich ist. Giuseppe Maria ist uns in das Reich des Vaters vorangegangen, er betrachtet ihn und tritt für seine Familie bei ihm ein.
Die Priester, die uns nahe sind, haben nicht abgelassen, uns daran zu erinnern, dass dieses Leben nicht verloren ist, es gibt dieses Leben, und es ist in das Haus des Vaters zurückgekehrt. Sie haben uns durch Gebet unterstützt und hatten Worte ewigen Lebens und der Hoffnung für uns. Dank auch an jene Freunde, die ich via Facebook kennengelernt habe, die unser Leid aufgenommen haben und viele andere. Wir haben die Zuneigung und die Verbundenheit so vieler Personen erfahren. All das wegen eines winzigen Böhnchens, eines, das die Abtreibungsbefürworter „Zellklumpen“ zu nennen wagen!

Nun möchte ich zu euch sprechen, liebe Mütter, die ihr beabsichtigt, so ein winziges Kind zu beseitigen. Ich spreche zu euren Herzen, zu dem Geheimnis, das euch zu Müttern macht. Ihr, die ihr in Verzweiflung lebt, hört nicht auf jene, die euch eine Lüge vorschlagen, die nur dem Anschein nach als ein Gut erscheint. Fallt nicht darauf rein. Macht euch nicht dieses Verbrechens schuldig – ein Kind, das löscht man nicht aus! Gut, wir können es verschwinden lassen, aus dem Weg räumen, wir können uns weigern, es zu lieben, aber die Wahrheit ist stärker als unser Egoismus: das Kind ist ein Geschenk, das man nicht tötet, nicht verkauft, das man auch nicht kauft, sondern das man in unendlicher Unentgeltlichkeit lieben darf.
Das Leben ist so dermaßen empfindlich, es hat sich im Bauch festgeklammert, hat sich in eurem Schoß eingewoben, es ist Blut von eurem Blut. Wendet euch an eine Pro-Life-Organisation wie etwa Jugend für das Leben! Sie werden euch alle nötigen Unterstützungen geben, welche ihr benötigt. Atmet erst einmal ruhig durch, spürt das Leben das durch euch entsteht: zwei Personen in einem einzigen Körper!, öffnet eure Herzen und denkt euch in dieses Wunder hinein: ihr seid Mütter!

Du fehlst mir, Kleines, ich hätte Dir sagen wollen, wie gern ich Dich hatte, seit dem ersten Moment an, dass wir Dich angenommen haben wie das kostbarste Geschenk, und ich hoffe, Dich eines Tages umarmen zu können. Ich würde Dir so gerne sagen, dass, als wir zusammen waren, unsere Zeit erfüllt war, auch wenn sie kurz war, es war wie ein Atemzug der Ewigkeit. Ich hätte Dich so gerne kennenlernen wollen, Deine Gesichtszüge, mir Deiner Mängel gewahr werden, mit Dir spielen, Dir die Welt zeigen, Dein kleines Händchen in meiner haltend.
Ich hätte so gerne Stress wie alle anderen gehabt aus Zeitmangel, und wäre so gerne jene Art von Mutter gewesen, die nie die Wohnung aufgeräumt hat, aber deren Wohnung immer nach frischer Wäsche riecht, gerade aufgehängt. Ich danke Dir, denn Du hast mir Gelegenheit gegeben, mich noch mehr in Deinen Vater zu verlieben. Ich möchte Dir „Servus“ sagen, unser Liebster, und ich hätte Dich recht bald aus dem Nest geworfen, aber wir haben Dich auch vorzeitig gehen lassen.
Wir werden immer an Dich denken, und wir vertrauen uns Deiner Fürsprache an; Du kennst die Pläne und die Wahrheit, welche Dir enthüllt ist!
Mama und Papa
Rachele Bruschi und Francesco Santoni

Italienisches Original: https://mienmiuaif.wordpress.
com/2016/06/16/un-miracolo-grande-come-un-fagiolino/
Aus dem Italienischen übersetzt von Mag. Michael Gurtner


Rettet eure Ehen!

Ansprache von Papst Franziskus

Die Ehe ist das Schönste, was Gott erschaffen hat. Die Bibel sagt uns, dass Gott den Mann und die Frau erschaffen hat und dass er sie als sein Abbild schuf. Das heißt, der Mann und die Frau, die „ein Fleisch“ werden, sind ein Abbild Gottes. Ich habe es verstanden, Irina, als du die Schwierigkeiten erklärtest, die oft in der Ehe auftauchen: die Missverständnisse, die Versuchungen…

 

„Nun, lösen wir die Sache über den Weg der Scheidung, und so suche ich mir einen anderen, er sucht sich eine andere und wir beginnen von vorn.“ Irina, weißt du, wer den Preis der Scheidung zahlt? Es sind zwei, die zahlen. Wer zahlt? (Irina antwortet: Alle beide.) Alle beide? Noch mehr! Gott bezahlt, denn wenn man „ein Fleisch“ teilt, beschmutzt man das Abbild Gottes. Und es bezahlen auch die Kinder, die Söhne und Töchter. Ihr wisst nicht, liebe Brüder und Schwestern, ihr wisst nicht, wie sehr die Kinder, die kleinen Kinder leiden, wenn sie die Streitereien und die Trennung ihrer Eltern erleben! Man muss alles tun, um die Ehe zu retten. Aber ist es denn normal, dass man in der Ehe streitet? Ja, es ist normal. Es kommt vor. Manchmal „fliegen die Teller“. Doch wenn es echte Liebe ist, dann schließt man sofort wieder Frieden. Ich rate den Eheleuten: Streitet, soviel ihr wollt, streitet, soviel ihr wollt, aber lasst den Tag nicht zu Ende gehen, ohne Frieden zu schließen. Wisst ihr, warum? Weil der „kalte Krieg“ am Tag danach äußerst gefährlich ist. Wie viele Ehen retten sich, wenn sie am Ende des Tages den Mut haben, nicht etwa zu einer Rede, sondern zu einer Liebkosung – und schon ist der Friede wieder hergestellt! Doch es stimmt, es gibt kompliziertere Situationen, wenn der Teufel sich einmischt und dem Mann eine Frau vorführt, die ihm schöner vorkommt, als seine eigene, oder wenn er einer Frau einen Mann zeigt, der ihr tüchtiger zu sein scheint als ihr eigener. Bittet sofort um Hilfe! Wenn diese Versuchung aufkommt, bittet sofort um Hilfe! Das ist es, wovon du sprachst: den Ehepaaren zu helfen. Und wie hilft man den Ehepaaren? Man hilft ihnen durch Aufnahme, Nähe, Begleitung, Klärung und Eingliederung in den Leib der Kirche. Aufnehmen, begleiten, klären und eingliedern. In der katholischen Gemeinschaft muss man helfen, die Ehen zu retten. Es gibt da drei Worte: goldene Worte im Eheleben. Ich würde ein Ehepaar fragen: „Habt ihr euch gern?“ – „Ja“, werden sie sagen. „Und wenn es etwas gibt, das einer für den anderen tut, versteht ihr, danke zu sagen? Und wenn einer/eine der beiden eine Teufelei begeht, versteht ihr dann, um Entschuldigung zu bitten? Und wenn ihr einen Plan verwirklichen wollt, (zum Beispiel) einen Tag auf dem Land zu verbringen oder irgendetwas anderes, versteht ihr zu fragen, was der/die andere davon hält? Drei Worte: „Was meinst du, darf ich?“; „Danke!“; „Entschuldige!“ Wenn bei Ehepaaren diese Worte benutzt werden – „Entschuldige, ich habe einen Fehler gemacht“; „Darf ich das tun?“; „Danke für diese gute Mahlzeit, die du bereitet hast“, also: „Darf ich?“; „Danke!“; „Entschuldigung!“ –, dann wird die Ehe gut weitergehen. Das ist eine Hilfe. Du, Irina, hast heute einen großen Feind der Ehe erwähnt: Die Gender-Theorie. Es gibt heute einen weltweiten Krieg, um die Ehe zu zerstören. Heute gibt es ideologische Kolonialismen, die zerstörerisch sind: Man zerstört nicht mit Waffen, sondern mit Ideen. Darum muss man sich gegen die ideologischen Kolonialismen verteidigen.

 

Ansprache bei der Begegnung mit Priestern, Ordensleute, Seminaristen & Pastoralarbeitern am 1.10.16 in Tiflis


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«Jahrelang Lügen geglaubt»

 

USA: Scheidungsrate unter Christen viel tiefer als angenommen

 

Lange glaubte man, dass die Hälfte der Ehen in den USA in Scheidung endeten – und dass das unter Christen genau so sei wie im Rest der Gesellschaft. Eine neue Untersuchung bringt verblüffende Fakten.

 

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Die Zahl erfolgreicher Ehen ist höher als weithin angenommen.

Die Forscherin Shaunti Feldhahn ist in Harvard ausgebildet worden. Als sie sich daran machte, die tatsächlichen Zahlen für die – seit Jahren als wahr angenommenen – 50-Prozent-Scheidungsraten zu finden, konnte sie das nicht. 8 Jahre lang versuchte sie darauf, die wirklichen Tatsachen herauszufinden.

Scheidung in der Gesellschaft …

 

In ihrem Buch «The Good News About Marriage» (Gute Nachricht über die Ehe) erklärt Feldhahn, was sie in 8 Jahren Forschung in den komplizierten und oft widersprüchlichen Scheidungsstatistiken herausfand.

 

Erstens liege die Scheidungsrate in der Gesellschaft weit unter 50 Prozent, nämlich bei etwa 31 Prozent. «Die 50-Prozent-Rate war eine Projektion aus den 70er Jahren, als die Forscher das Ansteigen der Scheidungen feststellten, als sich die Scheidungsgesetze änderten. Aber die Scheidungsrate ist gefallen. Wir sind nie auch nur annähernd bei 50 Prozent gewesen» erklärt Feldhahn. Und die Forscherin Louis Harris ergänzt: «Der Gedanke, dass die Hälfte aller amerikanischen Ehen zum Scheitern verurteilt sind, ist der trügerischste statistische Unsinn, der je in der modernen Zeit veröffentlicht worden ist ... Es begann, als das amerikanische statistische Bundesamt herausfand, dass es in einem Jahr 2,4 Millionen Ehen und 1,2 Millionen Scheidungen gab. Einige machten ihre Kalkulation ohne die 54 Millionen Ehen zu berechnen, die schon existierten, und schon war eine lächerliche, aber zitierbare Statistik geboren»  

 

… und unter Christen

 

Zweitens liegt die Scheidungsrate noch viel tiefer bei Menschen, die die Kirche besuchen. «Bei regulären Kirchenbesuchern liegt sie bei 15-20 Prozent bei allen Ehen», stellt die Forscherin fest. Sie zitiert einen Pastor, der 143 Ehepaaren nachforschte, die er getraut hatte. Nach 27 Jahren waren 10 Prozent von ihnen geschieden.

 

Eine der Folgen dieser neuen Entdeckungen ist, dass Berater, Pastoren und Ehepaare mit Überzeugung sagen können, dass die Ehe Sinn macht und ein Leben lang dauern kann. Therapeutin Davis kommentiert: «Es wird Zeit, dass wir die Meinung ausrotten, dass der christliche Glaube keinen Unterschied macht. Diese neuen Statistiken können hier eine Menge helfen.»

 

Feldhahn fand heraus, dass gläubige Christen, wenn sie ihren Glauben zusammen mit ihrem Ehepartner praktizieren, ihre Scheidungswahrscheinlichkeit praktisch halbieren. «Und wenn Leute sich entscheiden, vor der Ehe nicht zusammenzuleben, hat das erwiesenermassen einen guten Effekt auf die Ehe. Wenn man alles zusammen nimmt, kommt man so auf 5-10 Prozent Scheidungswahrscheinlichkeit unter gläubigen Christen» hält Feldhahn fest.

 

Demoralisierend

 

Der Forscherin und Autorin aus Atlanta fiel auf, dass die weitverbreitete Meinung, dass die Scheidungsrate bei 50 Prozent liege und dass das auch unter Christen nicht besser sei, in der Kirche demoralisierend wirkte. «Eine Scheidungsrate von 50 Prozent innerhalb der Gemeinde bedeutet, dass der Glaube in der Ehe keinen Unterschied macht», erklärte auch Pastor Daniel Floyd aus Virginia, und die Psychotherapeutin Angel Davis ergänzte auf CBN News: «Wenn man mit statistischen 50 Prozent rechnet, dann wird das Aufgeben in deinen Gedanken eine echte Option. Die Erwartung einer Scheidung kann zur Scheidung führen.»

 

«Der normale Gemeindebesucher hat dieses unterschwellige Gefühl 'Wenn das stimmt und es nicht viel bringt, wenn man das tut, was die Bibel sagt – was sagt das dann über die Bibel?'», stellt Feldhahn fest.

 

Die Behauptung, dass die Scheidungsrate von 50 Prozent auch für Christen gelte, war auf die unrichtige Interpretation einer Untersuchung des Forschers George Barna zurückzuführen. Dieser hatte lediglich davon gesprochen, dass die Scheidungsraten bei Menschen mit «christlichem oder säkulärem Hintergrund» gleich seien. Sobald aber das Kriterium «Regelmässiger Gottesdienstbesuch» ins Spiel gebracht wurde, fiel die Rate sofort um 27 Prozent, wie Feldhahn nach einem Gespräch mit Barna mitteilte. 

 

Stürmische Zeiten

 

Feldhahns Ehemann Jeff erklärte, dass die neuen Forschungsergebnisse Hoffnung vermitteln – und dass solch eine Hoffnung entscheidend sein könne, dass eine Ehe überlebt. «Shaunti und ich, wir hatten stürmische Zeiten. Aber wir dachten nie daran, dass wir es nicht schaffen würden. Wir wussten, dass wir es schaffen. Also arbeitest du dich durch die rauen Zeiten und kommst am anderen Ende wieder heraus.»

 

Webseite:
CBN News

 

Zum Thema:
Ehe-Retter in den USA: Initiative senkt Scheidungsrate um 70 Prozent
Ewige Liebe: Schweizer lassen sich weniger oft scheiden
MarriageWeek: Tipps für eine lebendige Ehe

Datum: 11.07.2014
Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Livenet



5 Gewohnheiten, die eine Beziehung sicher scheitern lassen

Heute fand der erste „Er&Sie“ Abend im neuen Format im Café Caspar in Wien statt. Univ.-Doz. DDr. Raphael Bonelli hat aus seinem reichen praktischen Erfahrungsschatz berichtet, wie man es als Paar nicht machen soll. Humorvoll, aber mit sehr viel Tiefgang, wurde anhand des „So-lieber-nicht“ herausgearbeitet, welche schlechten Gewohnheiten man in einer Beziehung tunlichst vermeiden sollte.

 

http://www.zentrum-johannes-paul-ii.at/2016/04/09/bonelli-beziehung/


Gloria Polo und daS Sakrament der Ehe

Hier möchte ich kurz besonders auf das Sakrament der Ehe eingehen. Ich möchte Ihnen auch von der großen Gnade des Ehesakramentes erzählen. Wenn ein Mensch in der Kirche das Sakrament der Ehe empfängt und sein Jawort spricht und sich damit zur Treue verpflichtet, treu zu sein in guten und in bösen Tagen, dann verspricht er das GOTT VATER Selbst. ER ist der einzige Zeuge, wenn wir unser Versprechen ablegen.
Wenn wir einmal sterben, werden wir diesen Moment im Buch unseres Lebens aufgezeichnet finden. Ich habe gesehen, dass das Ehepaar in diesem Moment von einem unaussprechlich schönen goldenen Schimmer umgeben ist. GOTT VATER schreibt diese Worte mit goldenen Lettern in unser Lebensbuch.
Wenn wir dann den LEIB und das BLUT des HERRN empfangen, schließen wir einen Bund mit GOTT und der Person, die wir als Ehegemahl erwählt haben, mit dem wir ein ganzes Leben teilen wollen. Während wir unseren Willen kundgeben, gelten diese Worte nicht nur dem Partner, sondern auch der Heiligsten Dreifaltigkeit.
Der HERR ließ mich sehen, wie an meinem Hochzeitstag, als mein Gatte und ich die Heiligste Eucharistie empfingen, wir nicht mehr zwei waren, sondern drei. Wir beide und JESUS.
Denn in dem Augenblick, da wir kommunizieren, eint uns der HERR so, dass wir nur noch einer sind. ER nimmt uns mit in Sein Herz und in Seinem Herzen werden wir beide Einer. Mit JESUS zusammen bilden wir eine Heilige Dreifaltigkeit. Es soll also der Mensch nicht trennen, was GOTT geeint hat. Und nun frage ich: wer vermag solches zu trennen? Niemand! Niemand, Brüder und Schwestern im HERRN, vermag diesen Bund zu trennen. Wirklich niemand, nachdem GOTT diesen Bund gesegnet hat. Und wenn die beiden jungfräulich in die Ehe gehen, o welch ein Segen liegt dann über einem solchen Paar.
Ich sah auch die Ehe meiner Eltern: Als mein Vater meiner Mutter den Ring über den Finger streifte und der Priester sie als Mann und Frau erklärte, übergab der HERR meinem Vater einen Hirtenstab, er sah aus wie ein oben gebogener Stab aus Licht, das ist eine Gnade, die der HERR dem Mann gibt.
Es ist ein Geschenk (Donum) der Autorität von GOTT VATER, damit dieser Mann die kleine Herde seiner Familie betreuen kann, das sind seine Kinder, die ihm aus dieser Ehe geschenkt werden und auch um die Ehe zu verteidigen, um die Kinder zu behüten vor den vielen Schäden und Gefahren, denen Familien ausgesetzt sind.
Meiner Mutter gab GOTT VATER so etwas, wie eine feurige Kugel und setzte sie ihr ins Herz. Das bedeutet die Liebe des Heiligen GEISTES: Ich sah, dass meine Mutter eine sehr reine Frau war. GOTT war voll Freude.
Sie können sich nicht vorstellen, wie viele unreine Geister in diesem Augenblick meinen Vater anzugreifen versuchten. Diese Geister sahen aus wie Larven, wie Blutsauger.
Sie müssen wissen, wenn jemand außerhalb der Ehe geschlechtliche Beziehungen hat, so hängen diese schmutzigen Geister sich sofort an ihn, sie kleben sich überall an, sie beginnen mit den Geschlechtsteilen, bemächtigen sich des Fleisches, der Hormone, sie setzen sich im Hirn fest, nehmen die Hypophyse ein, die Schleimdrüsen (Glandula) und an allen neurologischen Stellen des Organismus des Menschen und beginnen eine Menge Hormone zu produzieren, welche die niederen Instinkte wecken.
Sie wandeln ein Kind GOTTES zu einem Sklaven seiner Lust, seiner Instinkte, seines sexuellen Begehrens. Sie machen aus ihm einen Menschen, von dem man zu sagen pflegt: Er genießt das Leben.
Und wir sagen so leichtfertig: einmal ist keinmal und diese „nur eine Mal“ hat solch bittere Folgen ...
Wenn ein Ehepaar jungfräulich ist, wird GOTT besonders verherrlicht. GOTT schließt mit ihnen einen heiligen Bund und segnet ihre Sexualität. (Diesen Segen bekommt auch ein Paar, das nicht rein in die Ehe gegangen ist). Denn Sexualität ist keine Sünde. GOTT gab sie als Segen. Wo eine Ehe vor GOTT geschlossen wird, ist GOTT gegenwärtig, auch im Ehebett.
In der sakramental geschlossenen Ehe schenken die Partner einander bei ihrer intimen Begegnung die Gnaden aus GOTT, bei einem nicht gesegneten Bund aber beschmutzen sie sich gegenseitig mit ihrer Sünde.
GOTT freut sich, wenn ER sie durch ihr neues Leben begleiten darf. GOTT und dieses Ehepaar bilden eine Einheit. Es ist schade, dass viele Ehepaare das nicht wissen und nicht daran denken. Wenn man nur aus Tradition in der Kirche heiratet, nicht aus dem Glauben an das Sakrament, fehlt der Segen.
Viele denken während der Feier, wenn es nur schon bald aus wäre, damit sie endlich feiern können, essen, trinken, sich amüsieren. Sie vergessen auf den HERRN. So wie ich es damals machte und den HERRN auf der Straße ließ.
Es kam mir nicht in den Sinn, den HERRN in mein neues Heim einzuladen, in mein neues Leben. ER liebt es, wenn wir IHN einladen mit uns zu sein, in allen Lebenslagen. ER will, dass wir SEINE Gegenwart spüren. Es ist zwar der HERR und trotzdem allein schon wegen des Sakramentes der Ehe gegenwärtig, aber ER liebt es, wenn wir IHN eigens und aus freiem Willen darum bitten und einladen.
Auch ich habe IHN nicht eingeladen, nach meiner Hochzeit mit mir in unser Heim zu kommen. Ich habe IHN in der Kirche zurückgelassen, habe dann meine Flitterwochen schön verbracht, gar nicht mehr an IHN gedacht, bin zurückgekehrt in unser Haus, und ER blieb draußen, traurig blieb ER auf der Straße zurück, und ich habe IHN gar nicht mehr bemerkt und schon gar nicht eingeladen zu mir.
Aber wie gut wäre es für alle Ehepartner, wenn sie sich SEINER Gegenwart bewusst wären und nicht den gleichen Fehler machen wie ich damals. Bei der Eheschließung meiner Eltern war das Schönste noch dies, dass GOTT meinem Vater alle Gnaden zurückerstattet hat, die er verloren hatte durch sein ausschweifendes Leben, GOTT tat das aus Liebe zu meiner Mutter, seiner Frau, die jungfräulich in die Ehe gegangen war.
GOTT heilte deswegen die schmutzig gewordene Sexualität meines Vaters und alle hormonelle Unordnung diesbezüglich in ihm. Aber da er sehr “männlich” war – ein richtiger, so genannter „Macho“ und seine Freunde begannen, ihn wieder zu vergiften und zu verführen, indem sie zu ihm sagten, er solle sich doch nicht von seiner Frau einwickeln lassen. So überredeten sie ihn sehr schnell, doch sein früheres Leben wieder aufzunehmen.
Er war ja dann auch bereits 14 Tage nach seiner Hochzeit seiner angetrauten Frau, meiner Mutter, untreu, und ließ sich in ein Bordell schleppen, nur um seinen Freunden zu beweisen, dass er noch der Alte war, dass er sich nicht von seiner Frau unter den Pantoffel stellen ließ.
Und wissen Sie, was aus dem Hirtenstab geworden ist, den er vom HERRN bekommen hatte? Der Dämon nahm ihn mit sich fort. Und all diese bösen schmutzigen Geister kehrten zurück und klebten an ihm. Mein Vater wandelte sich vom Hirten für seine Familie zu einem Wolf, der seine Familie nicht mehr beschützte, sondern den Dämonen das Haustor weit aufmachte und so zum Schrecken des ganzen Hauses wurde.
Mein Vater sagte unter Tränen dort darüber: „Dank meiner wunderbaren Frau, Deiner Mutter, die 38 Jahre lang für mich und meine Bekehrung gebetet und ein vorbildliches Leben als aufopfernde Mutter geführt hat, bin ich noch vor der Hölle gerettet worden.“
Meine Mutter hatte 38 Jahre ihres Leben für diesen meinen Vater gebetet, der auch durch die Schuld meines Großvaters, der ihn schon mit 12 Jahren in ein Freudenhaus mitnahm, um ihn zum Manne zu machen, zu diesem verdorbenen und ehebrecherischen Lebensstil gefunden hatte.
Und wissen Sie, wie meine Mutter immer vor dem Allerheiligsten betete? Sie sagte: „HERR, ich weiß MEIN GOTT und ich vertraue darauf, dass DU DEINE Dienerin nicht sterben lassen wirst, ohne dass ich die Bekehrung meines Ehegatten erleben werde. Ich bitte nicht nur für meinen Mann, sondern ich flehe Dich auch an, all diesen armen Frauen beizustehen, welche sich in derselben misslichen Lage befinden wie ich. Und ganz besonders bitte ich Dich, für alle jene Frauen, welche sich in die Hände und in die Macht von Wahrsagern, Hexenmeistern, Handlesern und sonstigen Werkzeugen der Magie und des Dämonischen begeben. Alle die auf diese Art und Weise ihre Seelen und die Seelen ihrer Kinder dem Dämon verkaufen, anstatt vor dem Allerheiligsten
– bei Dir – zu sein und hier zu beten, DICH anzubeten. Ich bitte DICH auch für sie. Steh ihnen allen bei und befreie sie von den Fesseln des Bösen!“
So betete meine Mutter. Und wisst ihr, warum ich meinen Vater immer geliebt und zu ihm aufgeschaut habe? Weil meine Mutter eben eine sehr gute Frau war, die uns nie – überhaupt nie – und nicht im Mindesten dazu angeleitet hat, jemanden zu hassen, und schon gar nicht unseren Vater, obwohl er ihr allen Grund dafür gegeben hätte.
Und manchmal sagte meine Mutter zu mir in ihren Spinnereien, sie habe eine Offenbarung gehabt und wisse, dass sich nach jeder schweren Sünde die Erde öffne und die betreffende Seele verschlucken würde. Ich habe mich oft über diese Aussprüche meiner Mama lustig gemacht und sie dafür als naiv und dumm bezeichnet. So sagte ich auch oft zu ihr: „Ja, weißt Du, GOTT hat mir gerade gezeigt, dass sich der Boden geöffnet und meinen Papa verschluckt hat.“ Ich sagte dies in Anspielung auf ihre Aussagen zur schweren Sünde.
Aber in der anderen Welt wurde mir bewusst, dass meine Mutter sehr wohl eine mystische Vision hatte. Sie antwortete mir ja folgendermaßen: „Ja, meine Tochter, ich habe deinen Papa gesehen. Er war gefesselt vom Teufel, der ihn in den Abgrund ziehen wollte. Aber Du sollst wissen, ich habe ihn sofort mit meinem Rosenkranz umgarnt und ihn bis vor das Allerheiligste in unsere Kirche geschleppt. Es war ein beständiger Kampf. Der Satan wollte ihn mit seinen Fesseln nach unten ziehen, und ich zerrte ihn mit dem Rosenkranz wieder nach oben. Und als ich ihn endlich in der Kirche gebracht hatte, dann habe ich zum HERRN gesagt: ‚Hier bringe ich ihn DIR und ich vertraue auf DICH, dass DU ihn retten wirst.’“
Acht (8) Jahre bevor mein Vater gestorben ist, hat er sich bekehrt. Er bat in tiefer Reue den HERRGOTT um Verzeihung. Und der barmherzige GOTT verzieh ihm. Aber mein Vater hat seine zeitlichen Sündenstrafen nicht gesühnt. Er hat zwar bereut, gebeichtet und auch die Lossprechung bekommen. Aber er bekam nicht mehr die Gelegenheit, Sühne zu leisten. Deshalb stand er im Fegefeuer bis zum Hals in diesem stinkenden Sumpf, den ich schon beschrieben habe.
Für die begangenen Sünden zu sühnen und sie wieder gut zu machen, ist etwas, das wir so leicht vergessen. Wir denken eigentlich sehr wenig daran. Und es ist ja auch so, dass wir selber sehr wenig davon wieder gut machen können.
Aber JESUS im Allerheiligsten Sakrament kann uns die Gnade geben, damit wir sühnen können, sühnen dürfen. Wenn wir IHN im Allerheiligsten besuchen und IHN anbeten, bekommen wir oft dieses Gnadengeschenk der Sühne, der Wiedergutmachung der Folgen unserer Sünden.
Gerade in der anderen Welt zeigt uns GOTT, welche Folgen unsere Sünden für andere oft haben. Und ER leidet unter diesen von unseren Sünden bei anderen verursachten Folgen oft mehr als unter der Sünde selbst. Weil diese Folgen sind meist direkte Attacken gegen die LIEBE. Und GOTT ist eben die LIEBE an und für sich.
Die Eucharistie und die Anbetung des Allerheiligsten Altarsakraments ist der einzige Weg, der uns direkt in den Himmel führt. Merken Sie sich das! Es ist sehr, sehr wichtig für uns alle.
Wenn jemand seinem Ehepartner untreu wird, wird er dem HERRGOTT untreu. Er bricht das Versprechen, das er am Tag seiner Hochzeit GOTT und seinem Partner gegeben hatte. Wenn jemand vorhat, seinem Eheversprechen nicht treu zu bleiben, soll er lieber nicht heiraten. Der Herr sagt uns: „Wenn du untreu bist, verdammst du dich selber. Wenn du nicht treu bist, dann heirate nicht.“
Der HERR sagt: „Meine Kinder, bittet Mich, dass ihr eurem Ehepartner treu sein könnt, dass ihr eurem GOTT treu sein könnt.“
Wie viele Schäden und Leiden kommen über eine Ehe, nur wegen der Untreue!
Wenn z. B. ein Mann ins Bordell geht oder ein Verhältnis mit seiner Sekretärin beginnt, so zieht er sich trotz Präservativ einen Virus zu. Da nützt auch ein Bad nichts.
Dieser Virus stirbt nicht und später, wenn er zu seiner Frau kommt, überträgt er den Virus auf die Frau und dieser nistet sich in der Vagina oder im Uterus ein und irgendwann später entwickelt sich daraus ein Krebs. Ja, Krebs!
Wer will dann noch behaupten, dass Ehebruch nicht tötet?! Und wie viele Frauen, die Ehebruch begingen, haben dann aus Angst vor der Entdeckung ihres ehebrecherischen Verhaltens, das Kind abtreiben lassen!? Sie töten einen unschuldigen Menschen, der noch nicht sprechen und sich nicht verteidigen kann. Dies sind einige Beispiele über die unabsehbaren Folge der Sünde, eines kurzen Moments der Lust.
Der Ehebruch mordet auf vielerlei Weise. Und dann haben wir noch die Unverschämtheit mit GOTT zu hadern, den Spieß umzudrehen und IHM, Unserem Liebenden GOTT, die Schuld an der Misere in die Schuhe zu schieben, wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir sie wollen, wenn wir Probleme haben, wenn wir von Krankheiten heimgesucht werden.
Wir sind es, die das Unheil stiften und anziehen durch unsere Sünden. Hinter der Sünde steht immer der Widersacher. Wir öffnen dem Widersacher die Tür, wenn wir schwer sündigen. Und wenn uns dann ein Unheil trifft, dann machen wir GOTT dafür verantwortlich.
Wehe dem, der eine Ehe zu zerstören sucht. Wenn jemand eine Ehe zerstört, schlägt er gegen einen Felsen und dieser Fels ist JESUS. GOTT verteidigt die Ehe, zweifeln Sie nie daran!
Ich möchte Ihnen auch noch sagen, dass Sie gut aufpassen müssen mit jener Sorte von Schwiegermüttern, die sich in die Ehe der Kinder einmischen, um deren Ehe zu verderben, um die Beziehung der Eheleute zueinander zu trüben, indem sie Misstrauen säen oder sich sonst wie wichtig machen.
Auch wenn Sie Ihre Schwiegertochter oder Ihren Schwiegersohn nicht mögen, ob berechtigt oder nicht, mischen Sie sich bitte nicht in deren Beziehung ein. Beten SIE lieber für diese Ehe. Die Beiden sind nun einmal verheiratet und da ist nichts mehr zu machen.
Das einzige, was sie für sie tun können, ist für sie beten. Beten Sie für diese Ehe und schweigen Sie. Und opfern Sie dieses ihr Schweigen, das Ihnen vielleicht sehr schwerfällt, dem HERRN auf. Viele Frauen haben sich selbst verdammt, weil sie sich in die Ehe ihrer Kinder eingemischt haben. Das ist eine schwere Sünde. Wenn Sie merken, dass etwas nicht in Ordnung ist, dass einer von den beiden gegen sein Eheversprechen sündigt, seien Sie still und beten Sie.
Bitten Sie GOTT für sie, bitten Sie GOTT um Hilfe. Sie können auch mit beiden zusammen sprechen und sie bitten, dass sie ihre Ehe retten, dass sie auf ihre Kinder schauen sollen, dass die Ehe dafür da ist, um zu lieben, zu schenken und sich ständig gegenseitig zu vergeben. Man muss um seine Ehe kämpfen. Aber nie auf andere Art sich einmischen und noch weniger für einen der beiden Partei ergreifen.

Die 'Kongopille' und die frühabtreibende Wirkung der heutigen Pillen
Damalige Erlaubnis der Pilleneinnahme für bedrohte Ordensschwestern ist mit heute gängigen Pillen nicht mehr gegeben, weil die frühabtreibende Wirkung in der Pillenentwicklung mit einkalkuliert ist. kath.net-Kommentar von Bischofsvikar Helmut Prader

St. Pölten (kath.net) Auf dem Rückflug von Mexiko hat Papst Franziskus einige Fragen von Journalisten beantwortet. Dabei ging es auch darum, dass durch den Zika-Virus womöglich schwere Schäden bei Kindern während der Schwangerschaft verursacht werden können. Einige Stimmen haben vorgeschlagen, Abtreibungen durchzuführen oder Schwangerschaften zu vermeiden. Zu diesem Thema wurden schon viele und auch sehr kompetente Stellungnahmen abgegeben, die ich hier jetzt weder kommentieren noch wiederholen werde.

Es geht mir vielmehr um einen Aspekt, der noch nicht thematisiert worden ist. Von Papst Franziskus selbst wurde ja auch das Thema angesprochen, dass in den 60-Jahren unter Papst Paul VI. Ordensschwestern erlaubt wurde, hormonelle Kontrazeptiva zu verwenden, weil große Gefahr von Vergewaltigungen im Kongo bestand und so Schwangerschaften vermieden werden sollten.


In diesem Zusammenhang hat der Papst aber auch ganz klar gesagt, dass die Abtreibung – und damit auch die Frühabtreibung – ein Verbrechen ist.

Zu der Zeit, als damals den Ordensschwestern erlaubt wurde, wegen der drohenden Vergewaltigungen die Pille zu nehmen, war gerade die erste Generation oraler Kontrazeptiva auf den Markt gekommen. Diese Präparate waren so hoch dosiert, dass tatsächlich davon ausgegangen werden konnte, dass ein Eisprung unterdrückt wird. Es zeigte sich jedoch sehr bald aufgrund dieser Dosierungen fatale Nebenwirkungen, weshalb die Dosierungen massiv gesenkt wurden, wodurch es dann zu immer mehr Durchbruchsovulationen und in weiterer Folge zu überraschenden Schwangerschaften kam.

Die Wirkweise der jetzigen neueren Pillengeneration besteht in einer vierfachen Form: 1) Unterdrückung der Ovulation 2) Eindickung des Zervixschleimes (soll das Aufwandern der Spermien verhindern) 3) Tubenfaktor (nach der Befruchtung Behindern des Transports im Eileiter) und 4) Verhinderung der Einnistung.

Somit sind die ersten beiden Wirkweisen der gängigen Pillen schwangerschaftsvermeidend, die dritte und vierte Wirkweise jedoch frühabtreibend.

Der Gynäkologe Dr. Ehmann geht davon aus, dass es bei Pilleneinnahme mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 30% zu keiner schwangerschaftsvermeidenden Wirkung der Pille kommt.

Im Deutschen Ärzteblatt von 2011 wird davon ausgegangen, dass orale Kontrazeptiva eine Anwendersicherheit von PI 8 haben! Das bedeutet übersetzt: Wenn 100 Frauen ein Jahr lang die Pille nehmen, kommt es dennoch zu 8 überraschenden Schwangerschaften! Die Frühabtreibungen sind hier aber noch gar nicht mitgerechnet.

Auf diesem Hintergrund ist zu sagen, dass die damalige Erlaubnis der Pilleneinnahme für Ordensschwestern, denen Vergewaltigung drohte, mit den heute gängigen Pillen nicht mehr gegeben würde, weil die frühabtreibende Wirkung nicht nur nicht ausgeschlossen werden kann, sondern klar mit einkalkuliert ist in der Entwicklung der Pillen. Hinzu kommen die doch relativ häufigen – von den Frauen auch bereits wahrgenommenen – Schwangerschaften trotz der Pilleneinnahme. Da stellt sich dann vielfach die Frage nach der Abtreibung.

Die einzige Alternative zur Pilleneinnahme ist jedoch, die Natürliche Empfängisregelung zu praktizieren, wobei der Geschlechtsverkehr auf die sicher unfruchtbare Zeit beschränkt wird, wenn ein Kind nicht verantwortet werden kann, wie es angesichts der Gefahr durch den Zika-Virus gegeben ist.

Daraus kann jedoch keine Änderung der Haltung der Kirche hinsichtlich der Empfängnisregelung/Empfängnisverhütung herausgelesen werden.

Der Autor Dr. Helmut Prader ist Bischofsvikar in der Diözese St. Pölten für die Bereiche Ehe, Familie und Lebensschutz und zudem Dozent an der Hochschule Heiligenkreuz für die Bereiche Ehe und Familie, Moraltheologie und Bioethik

WDR - Todkrank durch die Pille? - Frauen kämpfen gegen Bayer